33 Knöllchen nach Großeinsatz der Polizei auf der B236 in Schwerte

mlzPolizeikontrollen

Gleich an zwei prominenten Stellen an der B 236 in Schwerte kontrollierte die Polizei Autofahrer, ob sie ihr Handy nutzen. Dabei erwischte man nicht nur Handynutzer.

Schwerte

, 23.09.2020, 12:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fahrer der drei Fahrzeuge am Straßenrand der B 236 auf Höhe des Marienkrankenhauses geben sich einsichtig. Auch wenn sie gerade belehrt werden, dass die Ordnungswidrigkeit, bei der sie erwischt wurden, nicht billig ist: 100 Euro Strafe und ein Punkt in Flensburg. In einem Großeinsatz überprüfte die Polizei am Mittwochvormittag in Schwerte, wer auf der B 236 am Steuer sein Handy benutzt.

26 Fahrerinnen und Fahrer mit Handy erwischt

Und das waren nicht wenige. In gut zweieinhalb Stunden wurden 26 Autofahrerinnen und Autofahrer bei der Handynutzung erwischt.

Und das sind nur diejenigen, die ihr Gerät während der Fahrt in der Hand gehalten hatten. Denn da ist es eindeutig. Wer sein Handy an einer Halterung im Fahrzeug hat, kann zwar auch abgelenkt sein, bleibt aber bei der Kontrolle außen vor.

Kontrolleur auf dem Parkdeck des Marienkrankenhauses

Das System ist einfach: Auf dem Parkdeck des Marienkrankenhauses steht ein Beamter mit Funkgerät. Von hier oben kann man perfekt in die vorbeifahrenden Pkw blicken. Noch besser ist die Sicht in die Fahrerkabinen der Lkw. Der Verkehr auf der dicht befahrenen Bundesstraße fließt gemächlich.

Vom Parkdeck des Marienkrankenhauses aus, wurden die Autofahrer beobachtet. Wer nutzt sein Handy, wer ist nicht angeschnallt.

Vom Parkdeck des Marienkrankenhauses aus, wurden die Autofahrer beobachtet. Wer nutzt sein Handy, wer ist nicht angeschnallt. © Heiko Mühlbauer

Die Zeit, die Fahrerinnen und Fahrer zu beobachten, reicht aus. Und ein Blick in die Fahrzeuge zeigt, nicht nur das Handy hält die Finger vom Steuer fern. Zigaretten und E-Zigaretten belegen eine Hand etlicher Pkw-Fahrer, die eigentlich am Steuer sein sollte. Im Lkw kommt auch schon mal die Kaffeetasse dazu. Doch bei dieser Kontrolle steht das Smartphone im Mittelpunkt.

Meldung per Funk an die Kollegen

Per Funk meldete der Polizist sein Beobachtung an die etwa 200 Meter entfernt stehenden Kollegen. Die winken die entsprechenden Fahrzeuge vor dem Ärztehaus auf den Seitenstreifen. So mancher hat sein Handy bis er die Polizeikelle sieht, noch gar nicht zur Seite gelegt. Widerspruch ist da zwecklos.

Nicht ganz so teuer wird es für jene Fahrer, die den Sicherheitsgurt nicht angelegt haben. „Gurtverstöße kosten 30 Euro“, erklärt Polizeisprecher Christian Stein. Immerhin vier Autofahrer waren bei der Kontrolle nicht angeschnallt.

Noch erschreckender aus der Sicht der Polizei. Zwei Lkw, die man dann ebenfalls angehalten hat, waren mit unzureichend gesicherte Ladung unterwegs. In einem Fall handelte es sich um einen Transporter mit offener Ladefläche: Darauf Bierkästen und Bierfässer, die weder befestigt noch mit einer Plane abgedeckt waren. „Bei einem Unfall hätte da schnell schlimmeres passieren können“, so Polizeisprecher Stein. Für den Fahrer gab es ein Ordnungswidrigkeiten-Knöllchen. 60 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Ein Lkw musste vor Ort stehen bleiben

Und für einen Brummifahrer war auf der Hörder Straße Fahrtende. Ein Reifen seines Fahrzeugs war derart beschädigt, dass die Polizei die Fahrt stoppen musste.

Jetzt lesen

Kontrolliert wurde übrigens gleichzeitig auch auf Höhe des Freischütz. Für die Großaktion arbeitete die Polizei Unna mit den Kollegen aus Soest und aus Hamm zusammen. Um 11 Uhr hatte man begonnen, nach gut zweieinhalb Stunden war die Aktion in Schwerte beendet. Der Tross zog dann aber weiter nach Unna. Um 16 Uhr soll dann die Handy-Kontrolle beendet sein.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt