39 neue Wohnungen neben dem Ruhrtal-Gymnasium in Schwerte: Investor nimmt neuen Anlauf

mlzRat der Stadt

Das abgelehnte Bauprojekt Nordwall-Karree in Schwerte soll wieder auf die Tagesordnung im Rat zurückkehren. Werden jetzt doch 39 Wohnungen neben das Ruhrtal-Gymnasium gebaut?

Schwerte

, 10.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich schien das Thema Bauprojekt Nordwall schon abgehakt. Im November wurden die Pläne im dafür zuständigen Ratsausschuss für Stadtentwicklung knapp abgelehnt. Doch jetzt kehren sie über einen Umweg in den Rat zurück. Ein gemeinsamer Antrag der damals bei der Abstimmung unterlegenen Fraktionen soll das Thema bei der Ratssitzung am Mittwoch erneut auf die Tagesordnung heben. Ob sich allerdings dann eine Mehrheit für die Pläne des Projektteams ergibt, wird sich zeigen. Denn der Antrag ist von SPD, Linken und WfS unterschrieben: Die besitzen im Rat aber keine Mehrheit, zumindest wenn alle Ratsmitglieder anwesend sind. Allerdings trennen die beiden Blöcke nur eine Stimme.

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39 neue Wohnungen sollen neben RTG entstehen

Bei dem Bauvorhaben geht es um die Fläche zwischen dem Ruhrtal-Gymnasium, dem Nordwall und der Ostenstraße. Dort will die Projektteam GmbH 40 neue Wohnungen bauen. Derzeit befinden sich auf dem 5400 Quadratmeter großen Grundstück noch Häuser und Gärten. Eine grüne Lunge der Innenstadt sei das, sagen die Grünen, die bislang strikt gegen eine Bebauung waren.

Die CDU hingegen hatte damals nur den „vorschnellen Entschluss“ dort Wohnbebauung anzusiedeln, kritisiert. Man solle zunächst einmal überlegen, was man überhaupt mit dem Grund machen könne.

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Über den kann die Stadt allerdings anders als die Investoren nicht verfügen. Das Projektteam, hinter dem sich Wolfgang Behr und Michael Schröer verbergen, hatten bereits im April vergangenen Jahres erstmals Pläne für ihr Bauprojekt vorgestellt. Bis zu 39 Wohnungen in einer Größe von 54 bis 130 Quadratmetern wolle man dort bauen.

Bis zu 14 Sozialwohnungen sind versprochen

Darunter auch bis zu 14 Sozialwohnungen, so der Antrag, der erneut im Rat behandelt werden soll. Das neue Wohngebiet soll durch eine Stichstraße über die Ostenstraße erschlossen werden. Die unter Denkmalschutz stehenden Reste der Stadtmauer sollen rekonstruiert und aufgewertet werden.

Eigentlich ist für Entscheidungen über solche vorhabenbezogenen Bebauungspläne, bei denen ein Investor etwas in der Stadt bauen will, der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung in Schwerte zuständig. Aber nach der Zuständigkeitsordnung kann der Rat der Stadt wichtige Entscheidungen in das große Gremium zurückholen.

Die drei Fraktionen argumentieren, dass man in Schwerte dringend den Wohnraum benötige. Und das auch per Beschluss im Kommunalen Handlungskonzept Wohnen so festgelegt habe. Der Rat der Stadt tagt am Mittwoch um 17 Uhr in der Aula des Friedrich-Bährens-Gymnasiums öffentlich.

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