42 Eigenheime zum Kauf und 16 Reihenhäuser für Sozialmieter geplant

mlzNeues Baugebiet

Insgesamt 60 Wohneinheiten, darunter auch Reihenhäuser als sozialer Wohnraum, will eine Firma in Schwerte bauen. Ganz reibungslos lief das Planverfahren nicht, aber jetzt soll es werden.

Schwerte

, 22.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Geisecke will die Firma Beta-Bau aus Bergkamen eine neue Siedlung bauen. 38 Doppelhaushälften und 22 Reihenhäuser sind auf dem Grundstück südlich der Dorfstraße in Geisecke geplant. Nun nimmt der Bebauungsplan den dritten Anlauf. Eine Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens hat das notwendig gemacht.

Bislang besteht das Grundstück in Geisecke noch ausschließlich aus Ackerfläche. Doch wenn alles glatt geht, könne man noch 2021 mit der Erschließung beginnen. Insgesamt kalkuliert die beta-Eigenheim GmbH mit einer Bauzeit von drei bis vier Jahren. Das ist allerdings abhängig von der Nachfrage und natürlich auch von der Kapazität der Firma.

Reihenhäuser mit Wohnberechtigungsschein

16 der Reihenhäuser sollen öffentlich geförderter Wohnraum sein. Darauf hatte die Stadt gedrängt, denn schließlich gilt der Plan: 30 Prozent der Neubauten in Schwerte soll geförderter Wohnraum sein. Zumeist sind das Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Im Westfelde will man Reihenhäuser als Sozialwohnungen vermieten. Ein Segment, für das es nach Einschätzung von Stadtplaner Christian Vöcks Nachfrage gibt.

Das Baugebiet an sich hat aus der Sicht der Stadtplaner Vor- und Nachteile. Es liegt nah am Einkaufszentrum in Geisecke. Es gibt in der Nähe zwar keine Grundschule aber zumindest einen Kindergarten und es schließt an vorhandene Bebauung an.

4,50 Meter Hohe Lärmschutzwand

Auf der anderen Seite liegt es nah an der Bahnlinie. Das macht den Bau einer 4,50 hohen Lärmschutzwand notwendig. Die Anwohner sorgte sich bei verschiedenen Bürgerversammlungen um den zusätzlichen Verkehr.

Insgesamt 3 Hektar Ackerbaufläche wird hier bisher überplant. Als Ausgleichsfläche werden über 5800 Quadratmeter des Grundstücks in eine Streuobstwiese umgewandelt.

Am 24. November Entscheidung

Der Weg zu dem Bebauungsplan war nicht ganz reibungslos: Bereits im Januar 2018 hatte der Planungsausschuss die Aufstellung beschlossen. Weil man aber nicht über die Medien zur Informationsveranstaltung für die Bürger eingeladen hatte, musste die gleich zweimal stattfinden. Die Stadtwerke hatten zudem darauf hingewiesen, dass man zusätzlich ein Regenrückhaltebecken bauen müsse, um die Abwasserleitungen nicht zu überlasten. Die Pläne sollen nun erneut ausgelegt werden. Einwendungen sind aber nur gegen die Neuerungen möglich.

Das soll zumindest der Planungsausschuss am 24. November beschließen.

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