500.000 Euro für die Gläubiger von BMW Schlaffge

Insolvenzverfahren

Zehn Jahre nach dem Fehlstart des BMW-Autohauses an der Hansastraße in Unna dürfen Gläubiger der damaligen Schlaffge GmbH auf einen Abschluss des Insolvenzverfahrens hoffen. Viel erwarten können sie nicht: Nur ein Elftel der Forderungen kann zurzeit bedient werden.

SCHWERTE

von Ruhr Nachrichten

, 02.03.2011, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gläubiger des BMW-Autohauses der damaligen Schlaffge GmbH an der Hansastraße dürfen auf einen Abschluss des Insolvenzverfahrens hoffen.

Die Gläubiger des BMW-Autohauses der damaligen Schlaffge GmbH an der Hansastraße dürfen auf einen Abschluss des Insolvenzverfahrens hoffen.

Wenige Monate später kam die Ernüchterung: Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnete das Amtsgericht Dortmund das Insolvenzverfahren gegen die nun in Unna gemeldete Gesellschaft des inzwischen verstorbenen Stephan Schlaffge und seines Mitstreiters Heinrich Trimbusch. Zähe Jahre gingen ins Land, in denen Gläubiger ihre Forderungen an die Schlaffge GmbH zumindest mental -oft aber auch buchhalterisch – abschreiben mussten. Erst jetzt zeichnet sich ein Ende des Insolvenzverfahrens ab.

Der Dortmunder Insolvenzverwalter hat sich bei Gericht die Freigabe für eine "Abschlagsverteilung" geholt. Im Wesentlichen sei er mit der Abwicklung fertig. Doch bevor das Verfahren endgültig abgeschlossen werden kann, müsse er noch den Ausgang eines anderen Insolvenzverfahrens abwarten, in denen die Schlaffge GmbH als Gläubiger eine Rolle spielt, also noch Zahlungen in nicht abzuschätzender Höhe erwarten kann. Weil unklar ist, wie lange sich dieses Verfahren hinzieht, wolle er eben das Geld verteilen, das sicher dafür zur Verfügung steht.

Viel ist es nicht, gemessen an den Forderungen der Gläubiger. Etwa 70 Forderungen an die Schlaffge GmbH sind in dem Verfahren aufgenommen worden. Sie summieren sich auf gut 5,5 Millionen Euro. Zur Verteilung stehen 500.000 Euro. Die vermeintlichen Werte der Gesellschaft finden sich dagegen an anderer Stelle wieder. Das Gebäude, in dem an der Hansastraße noch heute Autos von BMW verkauft und repariert werden, hatte Schlaffge-Mitinhaber Trimbusch offenbar privat errichtet, um es dann seiner eigenen GmbH zu vermieten. Es verblieb im Besitz der Familie.

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