52-Jähriger machte Ex-Freundin das Leben zur Hölle

Bewährungsstrafe

Weil er die Trennung seiner Freundin offenbar nicht verkraftet hatte, ging ein 52-Jähriger dazu über, seiner Ex-Freundin das Leben zur Hölle zu machen. Am Freitag musste sich der Mann wegen mehrfacher Fälle des Nachstellens vor dem Schöffengericht des Hagener Amtsgerichts verantworten.

SCHWERTE

von Von Jana Peuckert

, 01.04.2011, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Fast jede Woche hatte er in seinem Auto vor dem Haus des Opfers in Schwerte Stunden verbracht, um die Frau zu beobachten. Mehrfach täglich waren Anrufe von ihm eingegangen. Ab Juni bekam die Frau Briefe mit Beileidskarten, Grabzeichnungen mit ihrem Namen sowie üble Beleidigungsschreiben. In einigen Briefen fanden sich pornografische Bilder. Am 16. Juni schlug der Mann mit einem Hammer auf den PKW der Frau ein, und am 7. Juli beschädigte ein Stein die Rollladen am Fenster des Opfers. Mit obszönen SMS hatte der Angeklagte die Frau immer mehr in Angst versetzt, so dass diese kaum noch alleine das Haus verließ, ihre Freizeitbeschäftigungen einstellte und aufgrund von Schlaf- und Sehstörungen sowie psychischen Probleme, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen musste.

Auch Polizeibeamten gegenüber verhielt er sich rücksichtslos, wehrte sich gegen Maßnahmen, beleidigte Beamte und bedrohte sie sogar mit dem Tod. „Es gibt viele Sachen die ich getan habe. Die bereue ich auch. Ich kann nur sagen, dass ich mich bei ihr entschuldigen will“, so der Angeklagte. Das Opfer hatte es vorgezogen, den Gerichtssaal während der Aussage des Mannes zu verlassen. Der bisher noch nicht vorbestrafte 52-Jährige akzeptierte das Urteil sofort. Als Auflage muss er sich zukünftig von der Frau fernhalten.

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