Abgase des neuen Stahlwerks könnten Altstadt treffen

Immissionen

SCHWERTE Die Bürgerinitative gegen den Bau des neue Stahlwerks in Arnsberg fühlt sich bestätigt: nach ersten Berechnungen des Bunds für Umwelt- und Naturschutz würde die Abgasfahne die Schwerter Altstadt treffen.

von Von Heiko Mühlbauer

, 10.10.2009, 07:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Immissionen des geplanten Stahlwerks könnten auch die Altstadt belasten, befürchten die Gegner.

Die Immissionen des geplanten Stahlwerks könnten auch die Altstadt belasten, befürchten die Gegner.

Mitglieder der Bürgerinitiative gegen das Stahlwerk sind dennoch bereits im Besitz einiger Berechnungen und fühlen sich bestätigt. „Die Abgasfahne trifft ganz Schwerte, hauptsächlich aber die Altstadt“, erklärt Frank Weißenberg vom Bund für Umwelt- und Naturschutz, der die Initiative berät. Die Gutachter gehen nämlich von Westwindlagen aus, so dass die Anwohner in Wandhofen, zumindest was Staub und andere Emissionen betrifft, verhältnismäßig ungeschoren davon kommen. Im Bereich mit der größten Belastung liegen die westlichen Innenstadtbereiche und die Altstadt, denn der Wind komme überwiegend aus dem Westen, so die Gutachter.

„Die prognostizierten Werte liegen weit unter den Grenzwerten“, räumt auch Weißenberg ein. Allerdings müsse man eine Gesamtschau halten. Denn auch die Abgasfahnen anderer innerstädtischer Unternehmen müsse man hinzu addieren. Deshalb fordert er ein Kataster der Umweltbelastungen in Schwerte, aufgrund dessen man neue Belastungen besser beurteilen kann. Die Bürgerinitiative will am Samstag von 8 bis 14 Uhr in der Fußgängerzone (vor Bücher Bachmann) über ihre Sicht der Dinge informieren.

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