Ärzteteam geht in Indien an seine Grenzen

"Hilfe für Adimali"

Der Schwerter Verein "Hilfe für Adimali" ist weitergezogen: Auch in Munnar und Kanthaloor trafen die Helfer auf schwierige Fälle und schockierende Schicksalsschläge - und gingen bei ihrer Arbeit an ihre Grenzen.

SCHWERTE

von Von Lena Beneke

, 09.11.2012, 13:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

 Für die armen Landarbeiter und Teepflücker bedeutet die wiedererlangte Hörfähigkeit das Tor zu einem neuen Leben. Müttern und Vätern eröffnen sich nun neue Chancen bei der Arbeitssuche und Kinder können darauf hoffen, am Schulunterricht erfolgreich teilnehmen zu können. Insgesamt hat das Team etwa 100 Patienten mit Hörgeräten versorgt.An Tag sechs geht es weiter nach Kanthaloor. Das Team untersuchte hier noch ärmere Menschen wie in den Tagen zuvor in Adimali und Munnar. Einen der drei beengten Räume nutzte Fachärztin Frau Guel El Sharif für Behandlung von Menschen, die oft nie zuvor einen Arzt gesehen hatten. 

 Zu den Patienten des Teams gehören vor allem Kinder, die durch Hirnhautentzündungen und Mittelohrentzündungen Hörstörungen haben oder mit diesen bereits zur Welt kamen.  Ein schockierender Fall: Eine Frau, die versucht hatte, sich zu verbrennen. Die verkrüppelten Ohrmuscheln und Verbrennungen der Gehörgänge waren medizinisch nur schwer zu versorgen. Viele dieser Schicksalsschläge sind für das Team emotional schwer zu verarbeiten. Jedoch fällt ihnen die Arbeit durch die geleistete Hilfe leichter.

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