Angeklagter sagt heute im "Ehrenmord"-Prozess aus

Leiche an der A 45

SCHWERTE Im Prozess um den mutmaßlichen "Ehrenmord" an einer 20-jährigen Schwerterin, deren Leiche im August 2008 auf einem Parkplatz an der A 45 bei Lüdenscheid gefunden wurde, soll heute der 21-jährige Cousin der Toten aussagen. Er behauptet, sein Onkel habe ihn mit einer Pistole zur Beteiligung an dem Mord gezwungen.

von Ruhr Nachrichten

, 01.10.2009, 08:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte vor dem Landgericht Hagen weist die Schuld von sich.

Der Angeklagte vor dem Landgericht Hagen weist die Schuld von sich.

Laut einem zum Prozessauftakt Anfang September verlesenen Vernehmungsprotokoll hat der Angeklagte die Beteiligung an der Tat der Polizei gegenüber bereits eingeräumt.  Nach eigener Aussage hat ihn sein Onkel am Tatabend mit vorgehaltener Pistole zu einer nächtlichen Autofahrt gezwungen.

Erst auf dem Autobahnparkplatz habe er entdeckt, dass ein Mensch im Kofferraum gelegen und es sich um seine Cousine gehandelt habe, berichtete der Angeklagte in der Vernehmung. Auf einer Wiese habe der Onkel dann mindestens zwei Schüsse aus seiner Pistole abgegeben.

Zur Begründung habe sein Onkel erklärt, er sei mit dem Lebenswandel seiner Nichte nicht zufrieden gewesen. Nach der Tat habe er, der Angeklagte, seinen Onkel nach Amsterdam gefahren und sei dann in seine Wohnung nach Wuppertal zurückgekehrt. Der 47-jährige Onkel ist flüchtig.

Lesen Sie jetzt