Angeklagter weist erneut alle Schuld von sich

Ehrenmord-Prozess

SCHWERTE/ HAGEN Im Prozess um den mutmaßlichen Ehrenmord an einer 20-jährigen Frau aus Schwerte hat der angeklagte Cousin (21) am Donnerstag vor dem Hagener Landgericht erneut alle Schuld von sich gewiesen. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, sagte der Mann.

von Von Martin von Braunschweig

, 01.10.2009, 11:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am 31. August 2008 wurde  eine 20-Jährige auf dem Parkplatz an der A45 erschossen.

Am 31. August 2008 wurde eine 20-Jährige auf dem Parkplatz an der A45 erschossen.

Der Angeklagte ist davon überzeugt, dass die gesamte aus dem Libanon stammende Familie über die Bluttat „entsetzt und traurig“ ist. Er könne sich nicht vorstellen, dass auch nur einer der Meinung sei, der Mord sei richtig gewesen, weil seine Cousine einen zu westlichen Lebensstil gepflegt habe.

Nach Angaben des Gerichts soll jedoch vor einigen Tagen ein Ermittlungsverfahren gegen die Mutter der Toten eingeleitet worden sein, weil sie Zeugen des Prozesses bedroht haben soll. Außerdem soll die Frau nach der Tat ihren Nachnamen gewechselt haben. „Jetzt hat sie ausgerechnet den Namen des Onkels angenommen, der als Mörder ihrer Tochter infrage kommt“, so das Gericht.

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