Manfred Hausmann testet Patienten auf Corona in einem beheizten Zelt neben seiner Praxis. © Carina Strauß
Corona in Schwerte

Arzt aus Schwerte führt Corona-Schnelltests im beheizten Zelt durch

Weihnachten steht vor der Tür und die Nachfrage nach Corona-Schnelltests ist hoch. Ein Arzt aus Schwerte hat extra dafür ein sturmsicheres und beheizbares Zelt aufbauen lassen.

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch der Wunsch, Freunde und Verwandte zu treffen. Doch in diesem Jahr ist das nicht so einfach wie sonst. Corona macht ein großes Familienfest quasi unmöglich, aber auch im kleinen Rahmen besteht ein Infektionsrisiko mit dem Coronavirus. Eine Möglichkeit sich vorher abzusichern: Corona-Schnelltests.

Zurzeit sei die Nachfrage nach Schnellabstrichen sehr hoch, so Allgemeinmediziner Manfred Hausmann, der seine Praxis seit 1992 an der Kreuzstraße in Schwerte betreibt und demnächst auch als Arzt in den Impfzentren tätig werden wird.

„Die qualitativ hochwertigen Tests sind nahezu genauso sicher wie die PCR-Abstriche und kosten in der Praxis derzeit 40 Euro“, sagt Hausmann. Für eine entsprechende Bescheinigung, zum Beispiel für den Arbeitgeber, kämen noch mal zehn Euro oben drauf.

Am besten zweimal testen lassen

Gerade jetzt vor Weihnachten weist der Mediziner allerdings darauf hin, dass die absolute Sicherheit durch einen Schnelltest nicht zu gewährleisten sei. „Es sollten zwei Abstriche mit einer Zwischenzeit von vier bis fünf Tagen durchgeführt werden. In der Zeit zwischen den Abstrichen sollten möglichst alle überflüssigen Kontakte gemieden werden“, so Hausmann.

Denn: „Wenn ich heute einen Patienten teste und ich teste ihn negativ, kann dieser gestern oder vorgestern Kontakt zu einem Infizierten gehabt haben und sich angesteckt haben.“ Deswegen sei eine Nachtestung sinnvoll.

Test im beheizbaren Zelt

Bei Manfred Hausmann werden potenziell infektiöse Patienten und Verdachtsfälle von den anderen Patienten getrennt. Hausmann hat dazu mithilfe seines Freundes und Nachbarn, Schreinermeister Herbert Dieckmann und dessen Sohn, ein sturmsicheres, beheizbares und gut belüftetes Zelt gebaut.

Hier werden während der gesamten Sprechstundenzeit in entsprechender Schutzkleidung Corona-Abstriche genommen.

Viersprachig wird an der Praxis von Manfred Hausmann darauf hingewiesen, dass Patienten mit Corona-Symptomen bitte klingeln sollen. © Carina Strauß © Carina Strauß

Eine telefonische Anmeldung dafür sei nicht unbedingt erforderlich, aber wünschenswert, so Hausmann. „Wir haben viersprachig draußen an der Tür stehen, dass Patienten klingeln sollen, wenn sie Anzeichen einer Infektion haben. Sie können dann ins Zelt. Aber unsere Praxistür ist immer offen.“

Infektsprechstunde am Samstag

Am Samstag (19. Dezember) bietet die Praxis von Manfred Hausmann für die Kassenärztliche Vereinigung von 9 bis 13 Uhr einer Infektsprechstunde für den Raum Schwerte an. „Wir erwarten wie bisher 30 bis 40 Abstriche, hoffen aber auf weniger Erkrankte“, so Hausmann.

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