Auflösung: Das Elsebad ist eines der schönsten Freibäder in NRW

Rätsel: Folge 6

Eigentlich wäre das Elsebad mittlerweile 27 Jahre geschlossen. Doch ein Bürgerverein erkämpfte es zurück und baute es wieder auf. Seitdem ist beliebter denn je bei den Menschen in Schwerte.

Ergste

, 04.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Elsebad ist Mittelpunkt des sommerlichen Freizeitlebens in Schwerte.

Das Elsebad ist Mittelpunkt des sommerlichen Freizeitlebens in Schwerte. © Heiko Mühlbauer

Eine Bürgerinitiative schenkte dem Elsebad ein neues Leben. Denn eigentlich sollte das einzige Freibad in Schwerte schon lange nicht mehr existieren.

Im Juli 1939 wurde es – damals noch als „Freibad Elsetal“ – feierlich mit einem 50-Meter-Becken und Plantschbecken eröffnet. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten folgten Modernisierungen und Ausbauarbeiten, um das Bad größer und beliebter zu machen. Was zunächst gelang.

Doch schon in den 80er-Jahren deutet sich an, dass dem Freibad ein frühes Ende drohen könnte. Denn im neuen Bäderkonzept der Stadt Schwerte gibt es keinen Platz mehr für das Elsebad und das Freibad Schützenhof.

Freibäder müssen für umstrittenes Freizeit-Allwetter-Bad weichen

An ihre Stelle sollte das Freizeit-Allwetter-Bad rücken, wovon sich die Stadt finanzielle Entlastung versprochen hatte. Dass das eine folgenschwere Fehleinschätzung war, ist inzwischen klar. Damals konnte das keiner ahnen. Also endet im Jahr 1993 die 55. und letzte Badesaison im Elsebad.

Doch dann folgte das erste erfolgreiche Bürgerbegehren in NRW. Und das legte die Grundlagen für die Wiedereröffnung. Im Februar 1995 wurde der „Förderverein Bürgerbad Elsetal“ gegründet. Und der meint es ernst, nach nur einem halben Jahr nimmt er das 500. Mitglied auf. Immer mehr Schwerter zeigen ihre Unterstützung: Es wird kalkuliert und geplant. Sogar ein „Trocken-Anbadefest“ und ein dreitägiges Sommerfest finden im Freibad statt.

Nach langem Kampf kann das Elsebad wieder öffnen

Im Juni 1997 dann das Freudenfeuer: Der Regierungspräsident Arnsberg bewilligt Fördermittel. Zuvor hatte die Stadt schon zugesagt, man wolle Bau- und Betriebskosten bezuschussen.

Im Frühjahr 1998 konnte der Verein das Bad neu eröffnen. Seitdem arbeiten jedes Jahr die Mitglieder der Bürgerinitiative in dem Bad, bringen es in jeder Saisonpause wieder in Schuss und leisten Reparaturen. Damit den Schwertern ihr heiß geliebtes Freibad bleibt.

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