Aus diesem Grund gibt's Streit in der Rohrmeisterei

Entfernte Flyer

Wegen Flyern herrscht zwischen Kleinkunstveranstalter Fred Ape und Rohrmeisterei-Vorstand Tobias Bäcker momentan dicke Luft. Denn Ape ließ Prospekte auslegen - und Bäcker entfernte sie direkt. Der Grund: Der Veranstalter bewerbe damit gastronomische Mitbewerber.

SCHWERTE

, 16.03.2015, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was war passiert?

Kleinkunstveranstalter Fred Ape hatte bei den Kleinkunstwochen in der Rohrmeisterei Werbeprospekte auslegen lassen. Ape hat die Halle für sieben Veranstaltungen angemietet, unter anderem von Herbert Knebel und Wilfried Schmickler. Um den schleppenden Vorverkauf für Fritz Eckenga anzukurbeln, legte Ape in Absprache mit dem städtischen Kulturbüro die Flyer aus. Zum einen miete er für nicht wenig Geld die Halle an, zum anderen bringe das ja auch zusätzlich Gastronomieumsatz.  

 

Was ist der Grund für den Streit?

Eben diese Flyer hat Rohrmeisterei-Vorstand Tobias Bäcker bei der ersten Veranstaltung eingesammelt, für spätere Veranstaltungen wurden die Prospekte direkt entsorgt. In denen sind neben Apes Veranstaltungen in der Rohrmeisterei nämlich auch welche im Cabaret Queue und im PZ in Hombruch aufgelistet. 

 

Wo sieht Tobias Bäcker das Problem?

Bäcker sagt, dass man grundsätzlich nicht für gastronomische Mitbewerber Werbung mache. Schließlich würde die Rohrmeisterei die Ape-Veranstaltungen in Halle 3 im Netz, in den eigenen Programmen und durch den Aushang der Plakate bewerben.  

 

Was sagt Fred Ape?

Bei den ohnehin nicht gerade günstigen Mietkosten und der schlechten Parksituation mache das die Halle für ihn zunehmend unattraktiver, so Ape.

 

Was war die Reaktion des Rohrmeisterei-Chefs?

Eine Kritik, die Rohrmeisterei-Chef Bäcker so nicht gelten lassen will. Er habe lediglich die Prospekte vom Cabaret Queue in Hörde - von dem Fred Ape Betreiber ist - einsammeln lassen, weil die Tische an diesem Tag von Flyern überflutet gewesen seien. Die Prospekte hätten deshalb am Ausgang ausgelegen. Auch die übrigen Kritikpunkte sieht Bäcker nicht ein: Die Parkplatzsituation hätte – solange die Veranstaltungen ausverkauft waren – nicht zur Klage geführt, und an den Preisen habe man seit Jahren nichts geändert.

 

Wie geht es nun weiter?

Ein persönliches Gespräch zum Thema haben Veranstalter und Stiftungsvorstand  bislang nach eigenen Angaben nicht geführt. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt