Ausbau wird gemeinsam von Firmen und Stadt finanziert

Ernst-Gremler-Straße

SCHWERTE In die eigene Hand nehmen die Anlieger der Ernst-Gremler-Straße die Reparatur der Fahrbahn. Die Stadt steuert Geld dazu. Einstimmig stimmte der Rat der Stadt Schwerte in seiner Sitzung am Mittwoch, 4. November, einem „Bau- und Übernahmevertrag“ zu.

von Ruhr Nachrichten

, 05.11.2009, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen Arbeiten am Gleis ist der Westring am Bahnübergang in Bladenhorst bis morgen früh gesperrt.

Wegen Arbeiten am Gleis ist der Westring am Bahnübergang in Bladenhorst bis morgen früh gesperrt.

Eigens zu diesem Zweck gründen die allesamt gewerbetreibenden Anlieger eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, deren einziger Zweck die Herstellung der Straße ist und welche sämtliche im Zusammenhang mit der Planung und Herstellung des Bauwerks erforderlichen Auftragsvergaben übernimmt. Die Stadt Schwerte steuert einen finanziellen Betrag in Höhe von 200.000 Euro für die Asphaltdecke bei. Der Rest wird von der Gesellschaft getragen. Die Bauleitung wird durch die Stadtentwässerungsgesellschaft (SEG) übernommen.

Bisher war der Ausbau immer an einem fehlenden Bebauungsplan in diesem Bereich, unterschiedliche Erwartungen im Hinblick auf den Ausbauzustand und mögliche Kostenanteile sowie ungelösten Grunderwerbsfragen gescheitert. Diese Fragen sind jetzt alle mit dem einvernehmlich zwischen allen beteiligten ausgehandelten Vertrag gelöst. Fest steht auch, dass die Fahrbahn auf 6,50 Meter Breite ausgebaut sowie ein 1,50 Meter breiter Gehsteig angelegt wird.

„Rund zwanzig Jahre hat uns der desolate Zustand dieses Straßenteilstücks beschäftigt. Eine Lösung ist immer wieder an den Kosten gescheitert. Dadurch, dass jetzt alle Beteiligten, Unternehmen wie auch die Stadt , an einem Strang gezogen haben, kann die Erschließung nun umgesetzt werden“, freut sich Bürgermeister Heinrich Böckelühr, der das Projekt in den vergangenen zwölf Monaten begleitet hat. „In Zeiten knapper Kassen benötigen wir kreative Ideen. Das hier gefundene Modell wird Schule machen.“

Lesen Sie jetzt