Ausbildungsmarkt: Betriebe zögern mit Lehrverträgen

SCHWERTE Geduld brauchen Schulabgänger, die auf eine Lehrstelle zum Sommer hoffen. "Einstellungszusagen werden hinausgezögert", spürt Berufsberater Ralf Herbel die Zurückhaltung der Betriebe angesichts der mauen Wirtschaftslage: "Ich hoffe, die Stellen werden nicht noch gestrichen."

von Von Reinhard Schmitz

, 31.03.2009, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ausbildungsmarkt: Betriebe zögern mit Lehrverträgen

Große Pläne für seine Zukunft bei (v.l.) Frank Heidemann kann Hendrik Broll (20) schmieden. Zum Erfolg als Lehrlingsbester gratulieren ihm Berufsberater Ralf Herbel und Helge Kubat, Leiter der Arbeitsagentur.

Mehrere freie Lehrstellen kennt Herbel noch für Einzelhandelskaufleute oder Verkäufer. Auf seiner Liste stehen aber auch ein Bankkaufmann, zwei Elektroniker für Gebäudetechnik, zwei Fachinformatiker oder eine Zahnarzthelferin. Und wer in den gesamten Bezirk Dortmund blicke, könne sich um 1400 freie Lehrstellen bewerben. "Ausbildung ist Zukunftssicherung", betont Herbel. Ein Appell, den er an Frank Heidemann nicht zweimal zu richten braucht. Seit jeher setzt der Geschäftsführende Gesellschafter in seinem Betrieb für technische Gebäudeausrüstung auf die Nachwuchsförderung. Fünf seiner 39 Mitarbeiter sind Azubis.

"Ich bin im Moment sehr zufrieden mit meinen Lehrlingen", kann er in das Klagelied manch anderer Chefs überhaupt nicht einstimmen. Im Gegenteil. Henrik Broll und Christoph Kruse bestanden gar ihre Gesellenprüfung als Jahrgangsbeste – und wurden sofort übernommen.

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