Autohäuser verkaufen kaum noch Fahrzeuge

Nach der Abwrackprämie

SCHWERTE Das Geld für die Umweltprämien ist verbraucht. Seitdem geht es auch in den Schwerter Autohäuser wieder ruhiger zu: Der Andrang auf Neuwagen ist abgeebt. Gebrauchtwagen werden wieder mehr gefragt, doch die Auswahl ist gering.

von Von Holger Bergmann

, 07.10.2009, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach dem Sturm auf die Abwrackprämie verzeichnen die Autohändler mangelnde Kundschaft.

Nach dem Sturm auf die Abwrackprämie verzeichnen die Autohändler mangelnde Kundschaft.

Diese Erfahrung haben auch andere Autohäuser in Schwerte gemacht. „Die Zeit der Auslieferung hat begonnen“, beschreibt Dieter Schlieper vom Nissan-Autohaus Jacobs & Schlieper die Ära nach der Abwrackprämie. Deshalb gehe es in den Autohäusern noch immer lebhaft zu, nur Autos würden kaum noch verkauft. „Der Gebrauchtwagenmarkt kommt langsam wieder in Schwung“, hat Auro Straffi vom Autohaus an der Silberkuhle bemerkt. Ein Eindruck, den Dieter Schlieper bestätigt: „Viele Kunden, die sich dank der Abwrackprämie für einen Neuwagen entschieden haben, hatten eigentlich einen Gebrauchten im Visier.“ Diese Kunden achten laut Schlieper besonders auf den Preis, und das werde auch nicht aus der Mode kommen.

Doch diese Kunden haben ein Problem. Die Altfahrzeuge, für die es die Abwrackprämie gab, werden verschrottet, die Auswahl auf dem Gebrauchtwagen-Markt ist gering. „In der Preiskategorie 5000 bis 12 000 Euro habe ich gar nichts mehr für meine Kunden“, berichtet Frank Schorlemer. Auch andere Käuferschichten werden dieser Tage nicht glücklich. „Ein klassischer Kunde ist der Fahranfänger, der gerade seine Prüfung gemacht hat“, weiß Auro Straffi. Diese jungen Fahrer suchen Autos der 2500-Euro-Kategorie. In diesen Tagen müssen sie lange suchen.

Das Ende der Abwrackprämie hat auch nicht – wie von Experten erwartet – ein Rabatt-Feuerwerk ausgelöst. „Der Konzern plant überhaupt nichts“, so VW-Händler Frank Schorlemmer. „Die sagen sich wahrscheinlich: Wir bauen erstmal die bestellten Autos.“ Denn die Wartezeiten für einen VW-Neuwagen liegen im Moment bei sechs Monaten.

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