Bauarbeiten sechs Monate in Verzug

WESTHOFEN Viele Wege führen von Westhofen nach Dortmund. Ab Freitag, 28. September, können Autofahrer jedoch wieder die direkte Verbindung über die Reichshofstraße nutzen.

von Von Nicole Jankowski

, 25.09.2007, 18:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Autobahnbaustelle auf Höhe der Bahnlinie in Westhofen.

Die Autobahnbaustelle auf Höhe der Bahnlinie in Westhofen.

Wegen der Abbrucharbeiten an der Autobahnbrücke der A1 war die Straße seit Ende Juli gesperrt. Ab Freitag soll der Verkehr wieder fließen, wie Michael Neumann vom Landesbetrieb Straßen NRW, Außenstelle Hagen, erläutert. Für zwei Wochen ist die Reichshofstraße zunächst komplett geöffnet, danach wird eine Ampel den dann einspurigen Verkehr regeln.

Planerische Schwierigkeiten

Die Sperrung der Verkehrsverbindung war eingebettet in den sechsspurigen Ausbau der A1 zwischen Hagen-Nord und dem Westhofener Kreuz. Immer wieder kommt es durch diese Maßnahme zu Staus auf der Autobahn. Denn die dichte Folge der Talbrücken, die hohe Verkehrsbelastung und die fehlenden Standstreifen stellen die Bauleitung vor planerische Schwierigkeiten.

Vor allem das so genannte Baulos II, der mittlere, 2,6 Kilometer lange Bauabschnitt mit Brücken über den Bahnhof Kabel, die Lenne, die Ruhr und den Bahnhof Westhofen, erfordert eine besonders aufwändige Bauausführung. "Um einen vernünftigen, vierspurigen Verkehrsfluss zu ermöglichen, haben wir zum Beispiel beim Ausbau der Ruhrbrücke zunächst ein Stück der neuen Brücke seitlich erstellt, das später in die endgültige Lage eingeschoben wird", erklärt Michael Neumann.

Brücken

Die Fertigstellung der einzelnen Brücken bestimmt dabei den Bauablauf. "Wenn die nicht fertig sind, geht auch der Rest nicht weiter", so Neumann. So ist bereits jetzt ein Verzug von einem knappen halben Jahr zu verzeichnen. Der Projektleiter rechnet für Anfang 2009 mit der endgültigen Fertigstellung der Großbaustelle.

Noch in diesem Jahr soll dagegen - planmäßig - das Baulos III zwischen dem Bahnhof Westhofen und dem Kreuz fertiggestellt sein. "Dann erwarten wir bereits eine Entlastung", macht Michael Neumann den staugeplagten Autofahrern Hoffnung.

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