Im Elsebad schwimmen ohne Anstehen: „Hier wird niemand weggeschickt“

mlzBetrieb im Video

Die Sonne brennt und keine Wolke ist am Himmel zu sehen. Wir waren im Elsebad und haben uns angeschaut, wie viele von Ihnen sich von Corona nicht am Schwimmen hindern lassen.

Ergste

, 26.06.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sonne lacht und das Thermometer zeigt gegen 11 Uhr am Donnerstagvormittag schon 26 Grad. So langsam könnte man sich auf den Weg ins Wasser machen.

Das haben sich offensichtlich bereits viele gedacht, denn im Elsebad ist schon ordentlich was los. Am Kassenhäuschen wird sich brav in die Reihe gestellt und lange warten braucht man auch nicht.

Die Liegewiese im Elsebad war auch am Donnerstagvormittag bereits gut besucht.

Die Liegewiese im Elsebad war auch am Donnerstagvormittag bereits gut besucht. © Laura Schulz-Gahmen

Im Einbahnstraßen-Verfahren laufen Besucher des Elsebads dann zu ihrem auf der Liegewiese selbst gewählten Fleckchen und machen es sich dort gemütlich. Von dort geht es nur in eine Richtung - vorbei am Kinderbecken und zum Schwimmbecken.

Badegäste kommen auch aus Dortmund

Auf der Liegewiese tummelten sich am Donnerstagvormittag bereits schätzungsweise 70 Gäste, die entweder entspannt in der Sonne brutzelten oder sich in den Schatten schmissen.

Video
Sommer im Elsebad "nach Corona"

Hendrick Buschhaus (22) ist Fachangestellter für Bäderbetriebe im Elsebad und hat alles voll im Griff. Naja, eigentlich gibt es da nicht viel im Griff zu haben, denn es laufe alles rund. „Wir haben bereits eine Woche, nachdem wir wieder öffnen durften, aufgemacht und waren damit ziemlich schnell“, sagt Hendrick Buschhaus. Andere Bäderbetriebe hätten diesen Schritt deutlich später gemacht. „Deshalb sind auch viele aus Dortmund zu uns gekommen und haben sich jetzt sogar eine Jahreskarte bei uns geholt“, sagt er nicht ohne Stolz.

Niemand wird nach Hause geschickt

Fragt man ihn, ob es auch schon wieder voll wird im Elsebad, sagt er: „Ja morgens ist immer total viel los. Gestern waren drei Schulklassen hier.“ Aber es könnte auch schlimmer sein. Es herrsche noch kein so großer Andrang, dass man Leute wegschicken oder warten lassen müsse.

Ins Elsebad in Schwerte kommen auch Besucher aus Dortmund.

Ins Elsebad in Schwerte kommen auch Besucher aus Dortmund. © Laura Schulz-Gahmen

Zugang zum Becken gibt es nur mit einem Bändchen, das man sich vor Betreten dieses Bereichs abholt und beim Verlassen wieder abgibt. „So wissen wir immer wie viele Personen im Becken sind“, sagt Hendrick Buschhaus. Es dürfen maximal 130 Leute im Schwimmbecken sein.

Sowohl die Duschen als auch die Toiletten dürfen maximal zwei Personen gleichzeitig besuchen. Außerdem gibt es an vielen Stellen Handdesinfektionsspender. Das Springen ins Becken ist allerdings zur Zeit verboten, das störe sonst das Einbahnstraßen-Schwimmen (im Kreis).

Auch die Kleinsten plantschen schon fleißig.

Auch die Kleinsten plantschen schon fleißig. © Laura Schulz-Gahmen

Eine zeitliche Begrenzung gib es im Elsebad nicht, hier kann jeder so lange bleiben, wie er lustig ist. Auch eine digitale Voranmeldung oder ein digitaler Kauf einer Freibad-Karte ist nicht notwendig. „Wir haben hier meist ältere Schwimmer, die können digital nicht so gut“, sagt der Fachangestellte für Bäderbetriebe.

Jeder vom Team habe dazu beigetragen, dass alles wieder läuft und nach den Lockerungen der Betrieb schnell wieder aufgenommen werden konnte. Das Elsebad hatte bereits nach Pfingsten (2. Juni) wieder geöffnet.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt