Bernd Vangerow hat den „Gilsbach-Forst“ übernommen

Wald

VILLIGST Hinaus in den Villigster Wald. Der Herbstspaziergang macht wieder Spaß, seit Bernd Vangerow den früheren „Gilsbach-Forst“ übernommen hat. Seine Pläne hören sich gut an.

von Von Reinhard Schmitz

, 30.10.2009, 20:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Weiden, Erlen und Schilf hat Bernd Vangerow den Silbersee zu einem Paradies für brütende Enten und Gänse gemacht. Ein ganze LKW-Ladung Unrat wurde aus dem Wasser gefischt.

Mit Weiden, Erlen und Schilf hat Bernd Vangerow den Silbersee zu einem Paradies für brütende Enten und Gänse gemacht. Ein ganze LKW-Ladung Unrat wurde aus dem Wasser gefischt.

Bei jedem Schritt entfernen sich die aufreibenden Jahre im Vorstand eines Ölkonzerns, in denen er zwischen Büros in London und Chicago pendelte. Als noch ein weiteres in China drohte, zog Vangerow einen Schlussstrich. Er machte sich als Berater selbstständig. Und gewann die Zeit, die man braucht, wenn ein Wald zur Passion wird. 2001 begann er, die 270 Hektar großen „Gilsbach-Forste“ zu übernehmen, die letzte Fläche erst vor wenigen Wochen: „Weil wir die Natur lieben.“ Statt Monokulturen setzt Forstwirtschaftsmeister Falk Haupt auf natürliche Bewaldung, wenn er Kyrill-Schäden und von Vorbesitzern abgeholzte Flächen aufforstet. Erlen und Weiden säumen den Silbersee, an dem wieder Enten und Gänse heimisch sind. Nebenan werden Buchen und Eichen gepflanzt, die erst spätere Generationen ernten: „Deshalb darf man die schnell wachsende Fichte als ,Brotbaum’ nicht vergessen.“

Forst, Jagd und Naturschutz möchte Vangerow in Einklang bringen. Verbotsschilder findet man in seinem Wald nicht. Stattdessen setzt der Iserlohner auf Aufklärung mit einem Lehrpfad, der sich längs des Silbersees entlang ziehen soll.

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