Die Feuerwehrleute mussten lange warten, bis sie in die Umbauspannanlage der Stadtwerke vorrücken durften. © Heiko Mühlbauer
Stromausfall

Betriebsinterne Ermittlungen nach Mega-Stromausfall – Kunden können Schadensersatz anmelden

Warum brannte es vor 14 Tagen im Umspannwerk? Wie hoch ist der entstandene Schaden und wo kann ich Schadensersatz anmelden? Nicht auf alle Fragen gibt es schon Antworten, so die Stadtwerke Schwerte.

Am 24. Februar 2021 war in Schwerte der Strom plötzlich weg. Und zwar fast im gesamten Stadtgebiet. Grund war ein Kabelbrand im Umspannwerk an der Liethstraße. Warum das so war, was in dem über 40 Jahre alten Umspannwerk in Flammen aufgegangen ist und ob so ein Schaden erneut passieren kann, dazu wird bei den Stadtwerken noch ermittelt.

„Derzeit laufen die betriebsinternen Ermittlungen zur Ursache des Stromausfalls. Sobald wir ein Ergebnis haben, werden wir Sie gerne informieren“, hieß es am Mittwoch (10.3.) auf eine Anfrage unserer Redaktion.

Schadenshöhe noch nicht ermittelt

Und auch bei der Schadenshöhe und der Frage nach der Abwicklung des Schadensersatzes bitten die Stadtwerke um Geduld. „Zur Frage der entstandenen Schadenshöhe und daraus resultierenden eventuellen Haftungsansprüchen aus der Versorgungsunterbrechung sind wir in individuellen Gesprächen mit Anspruchstellern. Jeder eingereichte, geltend gemachte Anspruch wird von uns sorgfältig geprüft werden. Dies wird naturgemäß einige Zeit dauern. Wir bitten diesbezüglich um etwas Geduld“, so Sprecherin Michaela Zorn-Koritzius.

Mit formlosen Schreiben Schadensersatz geltend machen

Wem durch den Stromausfall vor 14 Tagen ein Schaden entstanden ist, kann den über ein formloses Schreiben per Post an die Stadtwerke Schwerte, Liethstraße 32-36, 58329 Schwerte, oder per Mail an kunden@stadtwerke-schwerte.de anzeigen.

In dem Schreiben soll der Schaden geschildert werden. „Wir setzen uns dann mit jedem Anspruchsteller in Verbindung und klären das individuelle weitere Verfahren“, so die Sprecherin.

Aktuell wird der Strom in Schwerte aus drei Umspannwerken sichergestellt: Und zwar aus dem Werk mit dem Brandschaden an der Hagener Straße, dem in Schwerte-Nord und dem in Hagen-Garenfeld.

Schwertes Norden hat eigenes Umspannwerk

Und auch zur Frage, warum es im Schwerter Norden eine Insel gab, auf der die Stromversorgung auch während des Blackouts funktionierte, gibt es eine Antwort:

„Teile des nördlichen Stadtgebietes werden aus dem Umspannwerk Schwerte-Nord mit Strom versorgt, welches vom Brandereignis nicht betroffen war.“

Nach dem Brand in einer Umspannanlage der Stadtwerke auf deren Gelände zwischen Hagener Straße und Liethstraße war fast ganz Schwerte am 24. Februar ab 9.50 Uhr ohne Strom. Erst gegen 19.20 Uhr waren alle Haushalte wieder am Netz. Es war der größte Stromausfall in der jüngeren Schwerter Geschichte.

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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