Birte Wentzek aus Geisecke spielt in ZDF-Telenovela

Filmreife Karriere

Auch wenn Birte Wentzek nur noch selten im Eiscafé Dolomiti vorbeischaut, hat sie keiner ihrer alten Kollegen vergessen. Schließlich ist sie täglich zu sehen: In der ZDF-Telenovela "Wege zum Glück".

SCHWERTE

von Von Jürgen Koers

, 15.09.2007, 06:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

 

Bis zum Abitur hat die 24-Jährige in Geisecke bei ihren Eltern gewohnt. Nebenbei im Dolomiti gekellnert, sich mit Giorgio Carocari und seinem Team angefreundet.

Und nicht weit entfernt, auf der Naturbühne Hohensyburg, ihre ersten Schritte auf den so bedeutenden Brettern gemacht. "Ich war acht, da bin ich da hin und habe mich selber zum Theaterspielen angemeldet", lacht die Blondine. Jetzt also großes Fernsehen und statt im gemütlichen Geisecke lebt Birte heute ein "Schauspieler-Zigeuner-Leben".

Diplom

Ihr Karriere-Drehbuch führte die Waldorf-Schülerin ("Ich wollte schon immer Schauspielerin werden") an die Hochschule für Musik und Theater nach Hamburg. Vier Jahre lang studierte sie, im März gab?s das Diplom. Vier Jahre lang schauspielerte sie auch. "Wir waren sieben im Jahrgang. Alles war recht klein und elitär. Da haben sich die Theater und die Produktionen natürlich bei uns bedient."

Diese Verbindungen und ihr großes Talent brachten sie kurzer Hand ans hoch angesehenen Hamburger Thalia Theater. Ein weiterer Meilenstein in der jungen Erfolgsstory namens "Birte Wentzek".

 

Der nächste folgte im vergangenen Dezember. Als Halbschwester des Serien-Helden steht sie in der Soap vor der Kamera. Seitdem pendelt sie zwischen 6-er-WG und Freund in Hamburg, Wohnung in Berlin und Studio in Potsdam-Babelsberg. "An anstrengenden Tagen bin ich um 6.30 Uhr am Set, und Schluss ist erst um 19 Uhr." Den Stress gleicht sie bei Sport und Saunagang aus. Ihr Fernseh-Ich, die Meike Hansen in "Wege zum Glück", ist eher schüchtern, sorgsam. "Sie wird aber immer flotter", berichtet Birte. Und damit der fröhlich-flippigen Mimin mit dem wuseligen Lockenschopf immer ähnlicher. Am 13. April, als sie erstmals auf der Mattscheibe erstrahlte, war sie sich selber fremd. Inzwischen hat sie sich an ihr Fernsehbild gewöhnt. Auch daran, auf der Straße oder am Bahnhof erkannt zu werden. "Wenn mich Leute nett ansprechen, freue ich mich natürlich darüber."

Klar sei es erstmal ungewohnt, ständig genau beäugt zu werden. "Beim Theater sind die Zuschauer weit weg. Die Kamera ist gnadenlos und sieht alles: Jedes Kilo, jeden schwarzen Ring unter den Augen". Das hat Birte gelernt. Und sich ein etwas dickere Fell zugelegt was Kritik angeht.

Engagements

Was nach der kommenden Staffel kommt? "Theater oder Fernsehen, mal schauen. Mir macht beides Spaß." Ihr fortschreitender Bekanntheitsgrad ermöglicht lukrative Engagements. Auch wo es weiter geht, hat Birte noch nicht entschieden. Nach dem Dreh will sie erst einmal eine Weltreise machen. Mit einem Zwischenstopp im Dolomiti und bei ihren Eltern im gemütlichen Geisecke.

 

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