Auf dem Wochenmarkt dürfen zumindest vorerst doch wieder Blumen verkauft werden. © Reinhard Schmitz (A)
Corona in Schwerte

Brief aus Düsseldorf rettet den Muttertag: Doch Blumen auf dem Markt

Ausgerechnet vor dem Muttertag sollte wegen der verschärften Coronaschutz-Regeln der Blumenverkauf auf dem Markt verboten werden. NRW nutzt eine Lücke, um ihn vorerst doch zu erlauben.

Das Muttertags-Glück ist gerettet. Wer seiner Mama am kommenden Sonntag (9.5.) durch die Blume seinen Dank für alle Liebe und Fürsorge im Leben sagen möchte, hat wieder die volle Auswahl. Einen fröhlichen, bunten Blumenstrauß kann man sich – anders als aufgrund der Coronaschutz-Maßnahmen zunächst vermeldet – jetzt wohl doch am Samstag (8.5.) auch auf dem Wochenmarkt in Schwerte besorgen.

„Es dürfen jetzt doch Blumen verkauft werden“, teilte Stadt-Pressesprecher Ingo Rous am Mittwoch (5.5.) mit. Am Abend zuvor habe die zuständige NRW-Gesundheitsministerium ein entsprechendes Schreiben unter anderem an die Bürgermeister verschickt.

NRW hat eine eigene Auslegung der Bestimmungen getroffen

Ursprünglich war im Zuge der bundesweit verschärften Coronaschutz-Bestimmungen seit dieser Woche der Blumenverkauf auf dem Markt untersagt worden, um den Andrang und die Verweildauer der Besucher zwischen den Standreihen zu verringern. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte aber später festgestellt, dass es zu verschiedenen Auslegungsfragen des entsprechenden Paragrafen im Infektionsschutzgesetz keine bundesweite Regelung gebe.

Für den „Verkauf von verderblichen Blumen“ – wie es im amtlichen Sprachgebrauch heißt – habe das Land NRW daher vorerst eine eigene Auslegung getroffen. So sei es Bürgermeister Dimitrios Axourgos in dem Schreiben mitgeteilt worden, sagt der Stadtsprecher. Der Tenor: „Deshalb sagt NRW, dass sie den Blumenverkauf als zulässig erachten“, erklärt Ingo Rous. Das gelte solange, bis eine bundesweite Regelung erlassen werde.

Deutsche Marktgilde informierte unverzüglich die Händler

„Ich gehe davon aus, dass die Händler am Samstag auch kommen“, erklärte Martin Rosmiarek von der Deutschen Marktgilde, die den Schwerter Wochenmarkt organisiert. Nachdem er am Mittwochmorgen die Nachricht der Stadt Schwerte erhalten hatte, begann eine Mitarbeiterin sofort, die Blumenhändler darüber zu informieren, dass sie bis auf Weiteres doch ihre Ware anbieten dürfen.

Vorher sei ihnen nur erlaubt gewesen, „Pflanzen zur Gewinnung von Lebensmitteln“ wie Tomatensetzlinge oder Petersilie mit Wurzeln an den Kunden zu bringen – was natürlich wenig genutzt habe. Die Standbetreiber seien enttäuscht und frustriert gewesen. „Das ist für alle Beteiligten ein Nervenzerren hoch drei“, kommentierte Martin Rosmiarek die ständige Unsicherheit über Corona-Regeländerungen: „Wir sind froh, dass wir jetzt eine Verschnaufpause haben.“

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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