Bürgermeister Böckelühr wurde vereidigt

Erste Ratssitzung

SCHWERTE Harmonisch begann die Wahlperiode. Von Änderungen in der Geschäftsordnung bis zum neuen Integrationsrat wurde alles einstimmig verabschiedet. Lediglich die beiden neuen stellvertretenden Bürgermeister hatten offensichtlich einen Gegner.

von Von Heiko Mühlbauer

, 28.10.2009, 20:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Heinrich Böckelühr (l.) gratulierte seine beiden neuen Stellvertreter: Ursula Meise (SPD) und Jürgen Paul (CDU) direkt nach der Wahl. <p></p> Paulitschke</p>

<p>Heinrich Böckelühr (l.) gratulierte seine beiden neuen Stellvertreter: Ursula Meise (SPD) und Jürgen Paul (CDU) direkt nach der Wahl. <p></p> Paulitschke</p>

Dabei waren sich letztlich CDU und SPD auch in dieser Frage einig. Jürgen Paul beerbt Rudolf Pohl im Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters, Ursula Meise folgt im Amt der zweiten Stellvertreterin auf Dagmar Berg. Auf einer Liste stellten sie sich gemeinsam zur Abstimmung.Dritte Amtszeit

Zuvor war Heinrich Böckelühr für seine dritte Amtszeit vereidigt worden. Dass dies trotz des guten Wählervotums nicht unbedingt ein Zuckerschlecken wird, machte er an Fakten deutlich. Von der Finanzlage der Stadt bis zur Verkehrssituation gelte es, Probleme zu lösen, die man nur gemeinsam anpacken könne. Dabei hoffe er auf Zusammenarbeit. Der neue Rat sei in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Sowohl die Zusammensetzung aus sechs Fraktionen, als auch die hohe Quote an Neulingen unterscheide ihn von Vorgängern. Und an einen Rücktritt vom Mandat vor der ersten Ratssitzung, könne er sich auch nicht erinnern, so Böckelühr in Anspielung auf den Rücktritt von SPD-Fraktionschef Hubert Freistühler.Ursula Steinbrücker ist Alterspräsidentin

Frisch im Rat und schon Alterspräsidentin: Die CDU-Ratsfrau Ursula Steinbrücker hatte die Ehre die diesjährige Wahlperiode zu eröffnen. Die 67-jährige mahnte ihre neuen Kollegen zu konstruktiver Zusammenarbeit und forderte "Respekt vor guten Ideen". Denn eines sei bei der Ausgangslage klar: Für alles, was umgesetzt werden soll, muss man eine parteiübergreifende Mehrheit finden.

Die Nagelprobe für den neuen Rat folgt am kommenden Mittwoch. Dann werden nämlich die Mitglieder der Ausschüsse und Aufsichtsräte gewählt. Ein Verfahren an dem die Vorgänger der neuen Ratsmitglieder fasst gescheitert wären. Weil man sich nämlich damals nicht einigen konnte, musste jeder Posten durch einen eigenen Wahlgang entschieden werden. Erst gegen 1.30 Uhr in der Nacht war man fertig. Zum Glück sehe es derzeit nach einer Einigung aus, meinte Böckelühr. Den neuen Ratsmitgliedern riet er aber dennoch ein Butterbrot einzupacken. Denn erfahrene Kommunalpolitiker wissen, es kann immer anders kommen.

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