Bundesweiter Warntag: Am Donnerstag gehen die Sirenen in Schwerte los

10. September 2020

Im Ernstfall müssen die Bürger rechtzeitig gewarnt werden. Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag werden nicht nur Sirenen, sondern auch digitale Möglichkeiten geübt – auch in Schwerte.

Schwerte

, 08.09.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Dach des Rathauses steht eine Sirene aus dem Jahr 1961.

Auf dem Dach des Rathauses steht eine Sirene aus dem Jahr 1961. © Rous/Stadt Schwerte

Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen oder andere Ernstfälle: Nur wenn alle rechtzeitig Bescheid wissen, können Gefahren gebannt und größere Schäden abgewendet werden. Gewarnt wird die Bevölkerung beispielsweise durch Sirenen. Doch wie klingen die, und was ist bei einem Alarm zu tun? Genau das soll beim ersten bundesweiten Warntag am 10. September um 11 Uhr geübt werden.

Auch die Schwerter Feuerwehr beteiligt sich. Ab 11 Uhr werden dann die örtlichen Warnkonzepte überprüft. Im Mittelpunkt stehen dabei auch Sirenen.

In Schwerte gibt es 21 Sirenen. Ihre Standorte verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Das Netz der Standorte ist so gestrickt, dass alle Einwohner flächendeckend gewarnt werden können, heißt es von der Stadt.

Verschiedene Signaltöne werden nach und nach getestet

Zunächst komme es demnach zu einem einminütigen Dauerton, dem Signal für Entwarnung. Zum Abschluss des Probealarms erfolgt dieser Dauerton erneut. „Dazwischen liegt ein auf- und abschwellender Dauerton von einer Minute Länge, der die Bevölkerung warnt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Dieses Signal deutet im Ernstfall auf Großbrände, Unwetter, Hochwasser, akute Bombenentschärfungen oder Schadstoffaustritte hin. Wenn das Signal ertönt, sollte dann das Radio einschaltet, Nachbarn informiert, gegebenenfalls Türen und Fenster geschlossen und in jedem Fall Ruhe bewahrt werden.

Die Möglichkeit zur „Hörprobe“ der unterschiedlichen Sirenensignale gibt es auf der Homepage des NRW-Innenministeriums unter www.im.nrw.

Digitale Warnmethoden kommen hinzu

Altbewährte Warnmittel sind noch immer im Einsatz. Doch im digitalen Zeitalter kommen neben den altbewährten Warnmitteln heute auch Warn-Apps wie beispielsweise „NINA“ oder soziale Medien zum Einsatz. Gewarnt wird grundsätzlich immer mit einem Mix der verschiedenen Mittel, um möglichst alle zu erreichen.

Parallel zu den Sirenen wird pünktlich um 11 Uhr über die über die kostenfreie Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) eine Probewarnmeldung versendet. Das kennen diejenigen, die „NINA“ auf ihrem Smartphone haben, schon von Unwetterwarnungen (z.B. „Suchen Sie Schutz in einem Gebäude“) oder der Corona-Gefahreninformation (z.B. „Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände“).

Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag am 10. September um 11 Uhr gibt es auf der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe geschalteten Internetseite www.warnung-der-bevoelkerung.de und im Nachrichtenportal des Kreises Unna.

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