BVB unterstützt Schwerter beim Kampf um die Rückkehr der Fußball-Sonderzüge

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Ein BVB-Fan aus Schwerte bekommt im Kampf um die Rückkehr der Fußball-Sonderzüge Unterstützung von seinem Lieblingsverein. Jetzt schaltet er auch noch Ministerpräsident Armin Laschet ein.

Schwerte

, 30.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der BVB spielt mit. Aus der obersten Etage seines Lieblingsvereins erhält Heinz-Jürgen Guttschick Unterstützung in seinem Kampf für die Rückkehr der Fußball-Sonderzüge. Er solle wissen, „dass wir Ihre Kritik nachvollziehen können und uns auch verantwortlich fühlen, an entsprechender Stelle Druck aufzubauen“, schreibt ihm Geschäftsführer Carsten Cramer.

Damit kann in erster Linie nur der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Unna gemeint sein, der die Sonderzüge nicht mehr bei der Deutschen Bahn bestellt. Auch auf die Politik wolle der BVB in dieser Sache zugehen, wird dem Schwerter zugesichert.

Guttschick: In die „normalen“ Züge passt nur die Hälfte der Fans

Es dauerte keine vier Tage, bis Guttschick die Antwort der Borussen auf dem Tisch hatte, nachdem er BVB-Boss Hans Joachim Watzke in einem Brief über das Ärgernis informiert hatte.

Denn mit der Dauerkarte, die der Schwerter seit 35 Jahren besitzt, kann eigentlich der Nahverkehr zur An- und Abreise bei den Heimspielen umsonst genutzt werden. Doch das ist nach Guttschicks Erfahrungen nicht mehr uneingeschränkt möglich, seit nur noch die „normalen“ fahrplanmäßigen Triebwagen zum Signal Iduna Park rollen. In die würde – vor allem bei der Rückfahrt – nur die Hälfte der am Bahnsteig wartenden Fahrgäste hineinpassen.

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Seiner Unzufriedenheit Luft gemacht hatte der Schwerter in einem weiteren Brief, den er gleichzeitig an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst abgeschickt hatte. Weil er seit drei Wochen vergeblich auf eine Reaktion wartet, hat er jetzt noch einmal „höflich an die Beantwortung“ erinnert.

Allerdings setzt er dafür eine Frist bis zum 4. Dezember: „Danach werde ich weitere Tausende mobilisieren.“ Denn als aktives Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) werde er sich „nicht scheuen, diesen gesamten Schriftverkehr mit Ihnen in den Zeitschriften des ADFC zu veröffentlichen“. Auf diesem Wege könne er mindestens 80.000 Wähler erreichen.

Schwerter schreibt jetzt auch an Ministerpräsident Laschet

Flankierend hat Guttschick den Mahnbrief an den Verkehrsminister zusätzlich in Kopie an zwei weitere hohe Regierungsstellen in Düsseldorf weitergeleitet: Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und die Umweltministerin Ursula Heinen-Esser erfahren jetzt von dem bislang unbeantworteten Problem.

In diesem Zusammenhang weist der 81-Jährige auch eindringlich auf die Umweltbelastung hin, die durch eigentlich unnötige Autofahrten zum Dortmunder Stadion entsteht – nur weil durch die Streichung der Sonderzüge nicht mehr genug Platz in den Zügen ist. In der Weihnachtsmarktzeit dürfte es dort jetzt noch enger werden.

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