Café Extrablatt kommt nach Schwerte, Investoren stellten ihre Pläne vor

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Das Café Extrablatt kommt auf jeden Fall. Die Investoren erklärten jetzt erstmals öffentlich, wie das Gebäude aussehen soll und wann sie mit dem Bau anfangen wollen.

Schwerte

, 22.01.2019, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war es ein offenes Geheimnis. Dort wo einst Essmann und Lauterbach Uhren und Textilien anboten, soll in Schwerte künftig ein Café Extrablatt stehen. Am Dienstagabend stellte die Münsterland Ruhr Immobilien GmbH (MRI) ihre Pläne für den Eingang zur Fußgängerzone dem Planungsausschuss des Rates erstmals vor.

Baubeginn im Februar

Noch ist das Grundstück eine Brachfläche. Doch schon im Februar soll mit dem Bau begonnen werden, wie die Investoren versprachen. Ganz einfach war der Weg zur Baugenehmigung nicht. Denn das Grundstück an der Ecke zwischen Friedensstraße und Hüsingstraße ist zwar für die Flächen in der Schwerter City verhältnismäßig groß.

Nicht aber für das geplante Gebäude und einen Außengastronomiebereich, den das Extrablatt braucht. Und schließlich müssen auch Parkplätze geschaffen werden.

So sieht die Ansicht von der Friedensstraße betrachtet aus.

So sieht die Ansicht von der Friedensstraße betrachtet aus. © MRI

Extrablatt ist vertraglich an das Objekt gebunden

Doch zuerst die Botschaft: Es wird auf jeden Fall ein Café Extrablatt nach Schwerte kommen. Seit dem Bürgermeisterwahlkampf im vergangenen Februar geistert das Thema durch die Stadt. Eine offizielle Bestätigung gab es bislang noch nicht.

Die erhielten die Politiker aber schon alleine durch die Zeichnung der Architekten, die das Firmenlogo vom Extrablatt über die Fenster des Ladenlokals im Erdgeschoss ihres Entwurfs zeichneten. Und auch die Immobilienfirma betonte: „Wir haben das Café Extrablatt vertraglich an das Objekt gebunden.“

Ausreichend Platz für zwei Tischreihen vor der Tür

Was geplant wird? Ein viereinhalbgeschossiges Büro- und Geschäftshaus, das neben dem Café auch 14 Wohnungen und zwei Penthousewohnungen enthält. Die Wohnungen sind alle altengerecht und sollen vermietet werden.

Die Außengastronomie soll vor dem Gebäude aufgebaut werden. Das neue Gebäude steht 4,80 Meter weiter entfernt von der Hüsingstraße als sein Vorgänger. Ausreichend Platz, um zwei Tischreihen zu stellen, so die Investoren.

Noch laufen Gespräche mit der Verwaltung, aber bereits für Februar ist der Baubeginn anberaumt. Dann wird es vermutlich etwas eng an der Kreuzung Hüsingstraße/Friedensstraße.

Stefan Erdmann vom Bereich Bauordnung der Stadt erläuterte, wie man das Parkplatzproblem gelöst hat. „Der Investor besitzt ein Grundstück am Nordwall, Ecke Kleppingstraße, das als Parkplatz für das neue Gebäude genutzt werden soll.“ Das sei nach der Bauordnung zulässig. Das Grundstück wird bereits jetzt als Parkplatz genutzt, soll aber noch umgebaut werden.

Neue Wohnungen sind zwischen 80 und 90 Quadratmeter groß

Die neuen Wohnungen seien jeweils zwischen 80 und 90 Quadratmeter groß, kündigten die Investoren an. Die beiden Penthouses etwa 120 Quadratmeter.

Die Politiker hatte eine ganze Reihe von Fragen. Zum Beispiel wie das Gebäude beliefert werden soll, oder wie die Wegesituation auf dem bislang derzeit schon engen Bürgersteig künftig aussieht Die Belieferung wird wohl zu festgelegten Zeiten über den Bürgersteig stattfinden. Der Bürgersteig werde so etwas breiter als zuvor.

Insgesamt gab es sogar Lob aus der Politik: „Das ist sicherlich eine Bereicherung für die Innenstadt“, schätzte Ausschussvorsitzender Marco Kordt.

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