Container als Lösung gegen den Platzmangel der Gesamtschule Gänsewinkel?

Politsche Diskussion

Die Gesamtschule im Gänsewinkel hat zu wenig Platz. Darüber sind sich alle einig – Schulleiter, Stadt, Politiker aller Parteien. Aber was kann man tun? Schnell Container aufstellen? Richtig bauen? Es gibt viele Meinungen.

SCHWERTE

, 24.11.2017, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie kann eine Lösung aussehen für die Gesamtschule im Gänsewinkel, wo sich sogar der Leiter schon schriftlich über den Platzmangel beschwerte? Schwertes Politiker drängen auf eine schnelle Entscheidung. Foto: Paulitschke

Wie kann eine Lösung aussehen für die Gesamtschule im Gänsewinkel, wo sich sogar der Leiter schon schriftlich über den Platzmangel beschwerte? Schwertes Politiker drängen auf eine schnelle Entscheidung. Foto: Paulitschke © Foto: Bernd Paulitschke

Schnellstmöglich sollten drei weitere Klassen-Container her – das war die Forderung der SPD in Richtung Stadtverwaltung im Ausschuss für Schule und Sport. „Es ist kein Zustand“, unterstrich Ursula Meise (SPD). Es gebe zu wenig Räume, daher müssten alle andauernd im Gebäude wandern – und „dieses Hin und Her geht Schülern und den Lehrern auf die Nerven.“

Container als Lösung für die Platzprobleme? Die Idee brachte CDU-Politiker Hans-Georg Rehage auf die Palme: „Schnelle Lösungen sind nichts Halbes und nichts Ganzes.“ Wenn schon, dann solle man richtig bauen. Rehage verwies auf die Situation an der Städischen Gesamtschule in Iserlohn, wo die Schüler kürzlich streikten. Weil es stinke, weil das Heizen nicht richtig funktioniere. So etwas wolle man hier nicht.

Kauf von drei Containern würde rund eine Million Euro kosten

Selbst eine Container-Lösung würde schnell für hohe Kosten sorgen. Das rechnete Jugendamtsleiter Andreas Pap vor: 125.000 Euro für das Aufstellen eines einzelnen Containers plus 24.000 Euro jährliche Miete plus 4000 Euro Betriebskosten. Die Alternative: einen Container kaufen und aufstellen für rund 340.000 Euro, inklusive der Bau-Nebenkosten. Für drei Räume/Container liege man also bei rund einer Million Euro.


Pap kündigte an, dass sich Vertreter von Stadt und Schule im Januar zusammen die Platzsituation anschauen werden: „Früher ist es leider nicht möglich.“ Leider gebe es keine offiziellen Vorgaben, wie viele Räume eine Gesamtschule dieser Größe haben müsse. „Schade, das würde uns die Arbeit erleichtern“, so Pap weiter.

Wie viel Platz fehlt konkret? Termin folgt Anfang 2018

Reicht das Vorhaben der Stadtverwaltung? Sollten nicht auch die Politiker bei diesem Termin mit vor Ort sein? Das fragte Bruno Heinz-Fischer (Grüne). Das sei durchaus als „ein kleines Misstrauensvotum“ der Stadt gegenüber zu stehen. Er spielte an auf den jahrelangen Stillstand beim Proberaumzentrum im Keller der Gesamtschule.

Trotz aller Diskussion: Letzten Endes beauftragten die Politiker doch die Verwaltung. Die soll ihrem eigenen Vorschlag folgen und feststellen, wie viele Räume in der Gesamtschule fehlen. In der ersten Sitzung 2018 soll es dann Ergebnisse geben. Pap deutete an: Man werde zusehen, dass man „kreative Lösungen“ präsentiere. Bis dahin will auch die SPD die Container-Idee zurückstellen.

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