Corona-Hilfe in Schwerte: überdurchschnittlich viele Anträge, 11 Millionen Euro ausgezahlt

mlzHilfe für Schwerter Betriebe

In Schwerte gab es über 1000 Anträge zur Soforthilfe - das ist mehr als in vielen anderen Gemeinden. Wie kommt es, dass so viele Schwerter Betriebe wegen Corona auf Hilfe angewiesen sind?

Schwerte

, 22.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bundesweit hat die Corona-Pandemie viele Unternehmen getroffen, natürlich auch in Schwerte. Das Soforthilfe-Programm der Bundes- und Landesregierung sollte die betroffenen Betriebe und Freiberufler bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützen.

Über 1000 Anträge in Schwerte

Im näheren Umkreis ist Schwerte dabei die Stadt mit den meisten gestellten Anträgen. Das hat die Landesregierung in einer Statistik zur Anzahl von Soforthilfen in einzelnen Postleitzahlgebieten veröffentlicht.

Insgesamt 1035 waren es in der vergangenen Woche. Davon fallen laut Statistik 869 Anträge auf Betriebe mit fünf oder weniger Beschäftigten, 113 auf Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten, und 53 auf Betriebe mit bis zu fünfzig Mitarbeitern. Insgesamt wurden im Postleitzahlgebiet Schwerte 10.841.000 Euro an Soforthilfen ausgezahlt.

Doch woher kommt es, dass in Schwerte im Vergleich zu Gemeinden und Städten im Umkreis so viele Anträge auf Corona-Soforthilfe eingingen?

Bessere Informationslage für Schwerter Betriebe

Zum einen liegt das wohl daran, dass Schwerte ein relativ großes Postleitzahlgebiet umfasst. Andere Städte im Umkreis teilen sich noch einmal in mehrere Postleitzahlgebiete auf.

Jens Ewald, Prokurist der TWS (Technopark und Wirtschaftsförderung Schwerte) sieht noch einen weiteren Grund für die höhere Anzahl von Soforthilfe-Anträgen in Schwerte: „Schaut man auf die Auswertung der Bezirksregierung findet man auch Zahlen zu genehmigten Anträgen pro 1000 Einwohnern in einer Stadt“, berichtet Ewald. „Dabei ist Schwerte mit fast zwanzig Anträgen auch im vorderen Viertel.“

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Das Maximum liege bei 37 Anträgen pro 1000 Einwohner. In Schwerte gebe es zudem sehr viele Anträge von Freiberuflern und kleinen Betrieben im Bereich technischer und wissenschaftlicher Dienstleistung.

TWS und Stadtmarketing haben aktiv für Anträge geworben

„In Schwerte haben wir viele kleine und kleinere Betriebe, die wegen fehlender Rücklagen auf die Soforthilfen angewiesen sind“, so Ewald. „Zudem haben wir gemeinsam mit dem Stadtmarketing für die Soforthilfe geworben.“

So seien Mails und Informationen zur Soforthilfe direkt an die Betriebe weitergeleitet worden. „Dadurch hatten die Schwerter Betriebe vielleicht eine bessere Informationsgrundlage als in anderen Städten.“

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