Rund ein Viertel der Mitarbeiter des Marienkrankenhauses erhielten ihre erste Impfdosis am Montagvormittag. © Detlev Schnitker
Covid-19

Corona-Impfung im Marienkrankenhaus gestartet: 264 Mitarbeiter geimpft

Die ersten Impfdosen für das Klinikpersonal kamen am Montagmorgen im Marienkrankenhaus an. Die Impfbereitschaft unter den Mitarbeitern war hoch, dennoch will man weiter dafür werben.

Nach Wochen des Wartens ist der erste Impfstoff im Marienhospital angekommen. 44 Impfflaschen, aus denen man nach der neuen Direktive jeweils sechs Impfdosen ziehen kann, wurden am Montagmorgen (18.1.) in der Klinik abgeliefert. Daraus wurden 264 Impfdosen auf Spritzen gezogen, die gleich am Montagvormittag verimpft wurden.

„Wir haben in den letzten Tagen die Vorbereitungen getroffen und konnten dank der Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen aus der Notaufnahme sofort mit dem Impfen starten“, berichtet Dr. Moritz Upmeyer, Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und impfverantwortlicher Arzt des Marienkrankenhauses. Auch Upmeyer selbst, der ja in der Notaufnahme tätig ist, gehörte zu den Geimpften.

Im Vorfeld die Impfbereitschaft abgefragt

Im Vorfeld hatte man im Krankenhaus ermittelt, welche Mitarbeiter ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Dazu gehörten vor allem diejenigen, die in der Notaufnahme und auf der Intensivstation tätig sind. Die Mitarbeiter wurden nach ihrer Impfbereitschaft gefragt, denn auch das Krankenhauspersonal muss natürlich zustimmen. Die Impfbereitschaft lag bei 75 Prozent.

Doch die Quote will Klinikchef Jürgen Beyer noch erhöhen. „Parallel haben wir mit eigenen Videos, die im Intranet zu sehen sind, die Aufklärung intensiviert und alle Ärzte gebeten, bei Fragen zur Impfung als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Auch haben wir Mitarbeitende, die sich impfen lassen, als kleine Werbebotschafter im Intranet präsentiert“, so Beyer.

70 Mitarbeiter seit März an Covid erkrankt

Als Verantwortlicher der Klinik für den Impfstoff sei er sehr dankbar, dass man nun impfen könne. „Unser Personal hat endlich die Chance, sich gegen das Sars-CoV-2-Virus zu schützen“, so Beyer. Den seit März seien knapp 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Covid19 erkrankt. „Das war und ist schon sehr bedrückend“, so Beyer.

Am 8. Februar kommt die zweite Dosis

Nachdem am Montag die ersten Impfdosen verabreicht wurden, geht es am 8. Februar mit der Gabe der zweiten Impfdosen weiter. Jürgen Beyer: „Jetzt hoffen wir, dass der Nachschub zügig kommt und wir auch allen anderen Kolleginnen und Kollegen ein Impfangebot unterbreiten können.“

Das Marienkrankenhaus hat an seinen beiden Standorten, an der Goethestraße und der Schützenstraße, rund 1000 Mitarbeiter. Damit ist rund ein Viertel der Mitarbeiter nun mit der ersten Dosis geimpft.

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Redaktion Schwerte
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Heiko Mühlbauer

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