Dark Side of the Moon: Gelungenes Experiment

Sechs Mal ausverkauft

Es war angemessen und würdig. Das Album ein Meilenstein der Rockgeschichte, seine Umsetzung in der Rohrmeisterei brillant.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer

, 23.10.2011, 15:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sänger Stefan Kässner im grünen Scheinwerferlicht.

Sänger Stefan Kässner im grünen Scheinwerferlicht.

Das Album Dark Side of the Moon war ein Meilenstein dieser Art von Musik. Die Projektleiter Marco Aufmhoff, Stefan Bauer und Thomas Halbach hatten sich also viel vorgenommen, genau diese Platte als Konzert zu präsentieren. Um es vorweg zu sagen, ihr Plan ging auf. Videowänden an den Seiten der Halle vier, eine große Bühne, aufwändige Lichttechnik und Quadroklänge sorgten für ein Erlebnis, das über den reinen Konzertgenuss hinausging. Dazu ein perfekt eingespieltes Ensemble, das die Musik sehr nah am Original inszenierte. Wie genau konnte man durch einen Blick auf die Uhr erkennen: 43 Minuten dauert das Album, fast auf den Punkt genau so lang war die Aufführung.

Das Konzept ging in jeder Hinsicht auf. Bereits am Freitag konnte man vermelden: Alle sechs Vorstellungen sind ausverkauft. Und so manche Kartennachfrage bei der Rohrmeisterei wurde abschlägig beschieden. Schade eigentlich: Denn über die erlaubte 199 Gäste hinaus, hätten theoretisch noch einige mehr in Theaterhalle gepasst.

Das Publikum war bunt gemischt, die meisten Zuschauer aber in jenem Alter, dass sie vermutlich die Platte in ihrer Sammlung hatten. Und auch wenn es außer „Time“ und „Money“ keine hitverdächtigen Stücke auf der Platte gab, sang so mancher leise mit. Angenehm war auch das Konzept, nur die Musik wirken zu lassen und auf jegliche Moderation oder Ansage zu verzichten. Selbst die Zugabe wurde ohne Kommentar gespielt. Chronologisch übrigens passend: Denn auf den letzten Titel von „Dark Side of the Moon“ folgte Shine on you crazy Diamond“ der erste Titel des Nachfolgealbums „Wish you were here“. Und auch hier originalgetreu. Sogar mit einem Minimoog-Solo. Der Mono-Synthesizer war damals eine brandneue Erfindung.

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