Das steckt hinter dem Wandbild am Eiscafé Venezia an der Hüsingstraße in Schwerte

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Seit Sonntag ist an der Fassade des Eiscafé Venezia in der Hüsingstraße in Schwerte Graffiti zu sehen. Das Thema des Bildes soll zum Nachdenken anregen.

Schwerte

, 29.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer die Hüsingstraße hinunter zum Eiscafé Venezia läuft, dem springt seit wenigen Tagen etwas Ungewöhnliches ins Auge. Auf der gerade frisch gestrichen Fassade in der Kleppingstraße ist ein mehrere Meter großes Graffiti zu sehen.

Auf der sandfarbenen Fassade zeigt das gemalte Bild ein Kind mit Fernglas und Safarihut. Daneben der englische Satz: „I hope the future will look like this“, was auf Deutsch „Ich hoffe, die Zukunft wird so aussehen“ heißt. Das Kind sitzt auf einer grünen Wiese, daneben sind ein Fuchs und ein Vogel abgebildet.

Zwei Jahre Planung

Der Besitzer des Eiscafés, Giovanni Piccin, hat das Kunstwerk selbst in Auftrag gegeben. Der Künstler des Bildes heißt Mattia Pavan und ist der Neffe des Cafébetreibers. Für die Malerarbeiten ist der 26-jährige Grafiker extra aus Italien angereist. Bereits vor zwei Jahren gab es erste Pläne zur Gestaltung der Hauswand. Diesen Sommer kamen Piccin und sein Neffen dann auf die Idee, etwas zum Thema Umwelt zu machen - beim Urlaub in der Heimat Venetien. Ende Oktober begann nun die Umsetzung. Wenige Tage, nachdem die Fassade des Eiscafés neu gestrichen wurde, begann Mattia Pavan mit dem Malen des Bildes.

Das steckt hinter dem Wandbild am Eiscafé Venezia an der Hüsingstraße in Schwerte

Der Künstler Mattia Pavan reiste für die Malerarbeiten extra aus Italien an. © Joachim Kockelke

Fünf Tage später war es fertig - pünktlich zum verkaufsoffenen Sonntag. Piccin sieht auf dem Bild einen jungen Mann „der nach vorne guckt und der darüber nachdenkt, dass es schön wäre, wenn es so weiter geht“. Wenn es in Zukunft auch noch diese Artenvielfalt gibt. Wenn die Zukunft auch für die kommenden Generationen noch lebenswert ist.

Ein Denkanstoß für nachhaltiges Leben

Giovanni Piccin will mit dem Kunstwerk nicht provozieren, „das ist nur ein Denkanstoß. Es gehen viele durch die Kleppingstraße, und ich glaube, es werden sich viele Gedanken darüber machen.“ Piccin selbst achtet auch auf Nachhaltigkeit. Er verwendet ausschließlich Bio-Milch, die Eisbecher sind kompostierbar und statt Plastik werden Produkte aus Maisstärke benutzt.

Den meisten Kunden gefällt die neue Fassade offenbar: „Viele sagen mir, dass es sehr schön geworden ist.“ Diejenigen, die dem Thema Umweltschutz negativ gegenüber stehen, sprechen laut Piccin auch nicht darüber.

Schutz gegen illegale Graffitis

Die alte Hausfassade war bereits 20 Jahre alt und mit Graffiti besprüht, da wollte Piccin endlich etwas dagegen tun. Doch es ging nicht nur darum, eine schöne Hauswand zu gestalten. Durch das Bild auf der Fassade hofft Piccin zudem, dass kein illegales Graffiti mehr auf der Wand landet. Für gewöhnlich übersprühen die Graffitikünstler nämlich keine Werke von Anderen. So könnte das Bild noch viele Schwerter zum Nachdenken anregen.

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