Der ehemalige Revierförster Hans Kinast ist nur noch privat im Wald

SCHWERTE Noch immer geht Hans Kinast mehrmals pro Woche in den Wald. Auch mit 79 Jahren lässt den ehemaligen Förster die Liebe zur Natur nicht los. "Ich muss doch die Bäume streicheln", sagt er schmunzelnd.

von Von Nicole Giese

, 24.03.2009, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der ehemalige Revierförster Hans Kinast ist nur noch privat im Wald

Noch immer ist Hans Kinast gern im Wald unterwegs.

"Förster zu werden, das war mein Kindheitstraum", betont er. Schon als Jugendlicher sei er stundenlang alleine durch die Wälder gestreift. Nach dem Krieg begann er zunächst als Waldarbeiterlehrling und arbeitete sich bis zum Besuch der Landesforstschule in Allhagen hoch. Als Revierförster gehörten Einschlag, Verkauf des Holzes, Wiederaufforstung und Jungwuchspflege zu seinen Aufgaben. Auch die Jägerprüfung legte Hans Kinast ab. 1993 wurde Kinast in den Ruhestand verabschiedet. Wirklich ruhig ließ er es aber nicht angehen. Immer wieder führte er Schulklassen, Vereine und andere Gruppen durch die Wälder und gab sein Wissen über Bäume, Blumen, und Tiere weiter.

"Der Wald wird heute viel mehr genutzt als früher", erklärt er. Mit Erschrecken begutachtete er die Schäden nach Orkan Kyrill. "Zum Teil sind da Bestände umgefallen, die ich selbst angelegt hatte", schmerzte ihn der Anblick des verwüsteten Waldes. Einen solchen Sturm habe er zuvor noch nie erlebt. Die pfiffige Rauhaardackeldame Rixi trägt ihren Teil zu seinem Unruhestand bei. "Mein Hundekind", sagt Kinast und lächelt den 14 Monate alten Dackel liebevoll an. Für den gelernten Förster ist es bereits die fünfte Hundegeneration: "Ein Förster ohne Hund, das geht nicht." So ist er bei seinen Streifzügen durch den Wald nie allein.

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