DNick nimmt Holzener Walzwerk in Indien in Betrieb

300-Tonnen-Umzug

HOLZEN Früher Fünf-Pfennig- und Zwei-Euro-Stücke, bald vielleicht Rupien: In Indien hat die DNick Holding ein Walzgerüst wieder in Betrieb genommen, das seit 2001 ungenutzt in einer Halle am Rosenweg stand.

von Von Reinhard Schmitz

, 19.11.2009, 19:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Rekordzeit von einem Jahr entstand die neue Fabrik.

In Rekordzeit von einem Jahr entstand die neue Fabrik.

„In Rekordzeit von nur einem Jahr“ – so Vorstandsvorsitzender Dr. Götz-Peter Blumbach – wurde in Pithampur bei Indore, dem Zentrum der indischen Kaltwalz-Industrie, eine völlig neue Fabrik auf der grünen Wiese errichtet. In der 7000-qm-Halle komplettieren Glühen, Bandreinigungsanlagen und Längsteilanlagen das Kaltplattier-Walzwerk. Es erlaubt, Metallkombinationen aus Stahl, Kupfer, Alu oder Nickel miteinander zu verbinden. Zum Auftakt stellen rund 60 Mitarbeiter beispielsweise Sandwich-Böden für Kochtöpfe oder Abschirmmaterial für Kabel her. Später sollen bis zu 170 Beschäftigte in drei Schichten arbeiten.

Unter der Regie der Technischen Dienste Trompeter war das Walzgerüst im Dezember 2008 demontiert und in 27 Containern nach Indien verschifft worden. „Der Aufbau wurde im Wesentlichen online betreut“, brütete Michael Trompeter per PC-Verbindung mit den Ingenieuren in Indien über den Plänen. Nur zur Feinjustierung und Inbetriebnahme flog er mit seinem Kollegen Jürgen Thiel vor Ort. Zwei Walzer der Deutschen Nickel, Rudolf Krafczyk und Waldemar Kalettka, wiesen ihre indischen Kollegen in die Bedienung der Maschine ein. Sie rotiert jetzt für die Innovative Clad Solutions Private Ltd. 

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