Dortmunder Kult-Gastronomen übernehmen Freischütz in Schwerte

mlzNeue Betreiber

Die Pächter Jörg und Emelie Prüser verlassen den Freischütz in Schwerte. Am Freitag wurden ihre Nachfolger vorgestellt. In der Dortmunder Gastro-Szene kennt sie so ziemlich jeder.

Schwerte

, 12.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein sanfter Übergang soll es werden. Vor allem für die Beschäftigten des Freischütz. Da waren sich alle Beteiligten einig. Am Freitag stellten Freischützeigentümer Peter Cremer und sein bisheriger Pächter Jörg Prüser die neuen Pächter des Freischütz vor. Denn zum Jahreswechsel soll sich im Freischütz einiges ändern.

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Beide Neuen haben nicht nur ausreichend Gastronomieerfahrung, sondern auch einen Bezug zu Schwerte. Jan Möller machte hier sein Abitur, und auch Philip Winterkamp verbrachte seine Schulzeit in Schwerte. Als Gastronomen sind sie aber vor allem in Dortmund eine Hausnummer.

Denn ihre Firma muto heimatgastronomie betreibt das StrandDeck und die Gaststätten Balke und „Zum Schlips“. Vor allem haben sich die beiden Gastronomen aber einen Namen mit der Wiederbelebung der Gastronomie im Westfalenpark gemacht. Hier leiten sie das Restaurant Schürmanns im Park, den Spaten Biergarten, die Buschmühle und die Diskothek Daddy Blatzheim.

Zehn-Jahres-Vertrag mit Prüsers lief aus

„Zum Jahresende lief der Zehn-Jahres-Vertrag mit den Prüsers aus“, erklärt Freischütz Inhaber Peter Cremer. Und man habe schon lange darüber diskutiert, ob der Freischütz innerhalb der Prüser-Event-Group nicht zu kurz komme. Denn Prüser, der einst nur den Freischütz gepachtet hatte, betreibt mittlerweile Wolfs-Catering und Top-Event. Die Firma ist auf Events spezialisiert.

Deshalb ging man Anfang des Jahres auf die beiden Dortmunder Gastronomen zu.

„Wir bekommen ja häufig Anfragen“, sagt Philip Winterkamp. „Doch der Freischütz passt zu unserem Konzept, wie die Faust aufs Auge.“

Auf jeden Fall wollen die beiden Unternehmer Restaurant, Biergarten und Veranstaltungssaal behalten. Allerdings wolle man die Bereiche auch deutlicher trennen. Eine klare Abgrenzung zwischen Wintergarten und Restaurant sei nötig. Außerdem könne man sich vorstellen, noch mehr gastronomisch getriebene Veranstaltungen in den Saal zu holen. Was das sein könnte? „Zum Beispiel ein Oktoberfest“, sagt Winterkamp.

Investitionen in den Freischütz nötig

Auf jeden Fall wollen die beiden Unternehmer gemeinsam mit Inhaber Cremer ins Objekt investieren. Ein hoher sechsstelliger Betrag ist angepeilt. Vor allem im Bereich der Technik müsse etwas passieren. Aber auch die Räumlichkeiten sollen verbessert werden.

Der Vertrag der beiden für den Dortmunder Westfalenpark läuft noch bis 2020. „Wir haben das so angelegt, dass wir beides betreiben können“, erklärt Möller. Und spielt darauf an, dass der Pachtvertrag für den Park in jüngerer Vergangenheit im Rat der Stadt Dortmund strittig diskutiert wurde.

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