Hund Pepe hat keine Zahnschmerzen mehr dank Drogeriemarkt dm

mlzTierheim Schwerte

Tierarztkosten, Futter, Streu - viele Ausgaben hat das Tierheim Schwerte, aber durch die Corona-Krise sind die Einnahmen stark gesunken. Wie gut, dass die dm-Filiale ein Herz für Tiere hat.

Schwerte

, 18.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zahnschmerzen - die kann man bei niemandem mit ansehen. Auch nicht bei Pepe, dem kleinen Setter-Mischling. Mit ziemlich mitgenommenem Gebiss ist er ins Tierheim gekommen. Die Behandlung ist teuer. Da war die Spende des Drogeriemarktes dm doppelt willkommen. Einen Scheck über 672,78 Euro überreichte am Donnerstagnachmittag der Leiterin der Filiale in der Schwerter Fußgängerzone, Melanie Ertelt, an den ehrenamtlichen Tierheim-Mitarbeiter Kai Kuberka. Die Summe hilft, laufende Kosten zu decken - vom Futter über Streu bis eben hin zum Tierarzt.

Drogerie-Filiale spendete fünf Prozent um Umsatz am Aktionstag

„Wir sind sehr für Tiere“, sagte Melanie Ertelt. Deshalb war die Entscheidung in Schwerte auch schnell gefallen, als sich jede Filiale für die bundesweite dm-Spendenaktion „Helferherzen“ einen Partner aussuchen konnte. Das Tierheim sollte von den 5 Prozent des Umsatzes profitieren, den die jeweilige Filiale am Aktionstag (28. September) machte. Die weiteren Standorte der Kette hatten sich andere soziale Zwecke zur Unterstützung ausgewählt - vom Frauenhaus bis zum Kindergarten.

Filialleiterin Melanie Ertelt (v.l.) und ihre Assistentin Daniela Matzen übergaben den Spendenscheck aus der dm-Aktion "Helferherzen" an den ehrenamtlichen Tierheim-Mitarbeiter Kai Kuberka.

Filialleiterin Melanie Ertelt (v.l.) und ihre Assistentin Daniela Matzen übergaben den Spendenscheck aus der dm-Aktion „Helferherzen“ an den ehrenamtlichen Tierheim-Mitarbeiter Kai Kuberka. © Reinhard Schmitz

Das Tierheim stellte sich am Aktionstag bei dm an der Hüsingstraße mit einem Stand vor und verteilte auch Faltblätter. „Ich habe allen gesagt, sie sollten an dem Tag kommen und ihren Jahreseinkauf machen“, sagte Kai Kuberka: „Das war eine tolle Aktion.“ Denn die Coronazeit sei eine „ganz schwere Zeit“ für das Tierheim. Es gibt keine Pensionshunde, mit deren Betreuung Einnahmen erzielt werden können. Und überhaupt kommen immer noch weniger Besucher als normal ins Tierheim, wo sie auch spenden könnten.

Corona-Hunde landeten zum Glück doch nicht im Tierheim

Die schlimmsten Befürchtungen, die die Tierfreunde zu Beginn der Corona-Krise hegten, haben sich zum Glück aber nicht erfüllt. Damals kauften sich viele, die zwangsweise wegen des Lockdowns zu Hause bleiben mussten, als Begleiter einen Hund. Sogar noch gar nicht geborene Welpen waren ausgebucht. Die Freude an ihnen ist aber - anders als erwartet - nach der weitgehenden Normalisierung des Lebens nicht schlagartig wieder abgeebbt. Im Tierheim gelandet sind sie bis jetzt nicht.

Die meisten Tierheim-Tiere sind Katzen

Dort wartet derzeit lediglich Pepe - außer zwei nicht-vermittelbaren Dauergästen - auf ein neues Herrchen oder Frauchen. „Katzen sind wesentlich mehr“, berichtete Kai Kuberka: „Von der Fund- bis zur Abgabekatze.“ Auch ein paar Vögel würden betreut.

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