Meine Oma starb im Mai 2019. Das Wort Corona kannte sie nicht. © picture alliance/dpa
Corona-Jahr

„Du Papa, ich bin froh, dass die Omma nicht mehr lebt“

Meine Oma starb im Mai 2019. Das Wort Corona kannte sie nicht. Es gab nicht nur einen Moment in diesem gruseligen ersten Jahr des neuen Jahrzehnts, in dem ich dachte: Zum Glück ist die Omma tot.

Ich bin spät dran mit meinem Nachruf. Und eigentlich wollte ich nie einen schreiben. Warum auch? Meine Oma war nicht bekannt. Sie war eine gewöhnliche Frau, sie kam im Pott auf die Welt, lebte dort, betrieb dort einen Tante-Emma-Laden, verbrachte die Rente im Pott, bevor sie in ein Altenheim an der Ruhr kam.

„Ich hab heut Nacht so schlecht Luft gekriegt“

Was wäre, wenn die Omma jetzt noch leben würde?

Das Altenheim tat ihr gut

Ein paar Tage später war sie plötzlich tot

Über die Autorin
Redaktionsleiterin
Ist seit November 2020 für Schwerte und den Dortmunder Süden im Einsatz. Mag Nachrichten und nette Geschichten gleichermaßen. Schreibt gern, arbeitet aktuell aber eher im Hintergrund.
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