Einbrecher stehlen Großkaliber-Waffen in Schwerte

Gezielter Diebstahl?

In der Binnerheide wurden aus dem Waffenschrank einer Privatperson offenbar mehrere großkalibrige Waffen gestohlen, darunter auch Pistolen. Nach Informationen unserer Redaktion sind Unbekannte in der Nacht von Montag auf Dienstag in das Haus eingebrochen und haben dort offenbar gezielt nur die Waffen gestohlen.

SCHWERTE

08.08.2014, 05:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Polizei hält sich zu dem Thema noch fast vollkommen bedeckt: „Wir können bestätigen, dass es dort zu der Zeit einen Einsatz gegeben hat“, sagt Polizei-Pressesprecher Ralf Hammerl. Mehr Informationen könne er aus ermittlungstaktischen Gründen momentan noch nicht nennen. Auch, dass dort tatsächlich Waffen gestohlen wurden, wollte er nicht bestätigen. Der Besitz großkalibriger Waffen ist in Deutschland nur mit einer sogenannten Waffenbesitzkarte erlaubt. Eine solche Karte erhalten in Deutschland meist Sportschützen, Jäger oder Sammler. Das Führen einer Waffe wird wiederum durch den Waffen- oder den Jagdschein erlaubt.

Für die Aufbewahrung der Waffen schreibt der Gesetzgeber, je nach Art und Anzahl, bestimmte Tresor-Normen vor. Für bis zu zehn Langwaffen reicht etwa ein einwandiger Stahlschrank, für mehr Waffen oder die gleichzeitige Lagerung von Munition gilt jedoch eine EU-Norm. Demnach müssten die Waffen in einem Tresor mit Einbruchschutz gegen Angriff mit mechanisch und thermisch wirkenden Werkzeugen gelagert werden. Recherchen der Wochenzeitung "Zeit" haben im April ergeben, dass im Kreis Unna (ohne Lünen) 54 legale Schusswaffen auf 1000 Einwohner kommen. Hochgerechnet auf Schwerte wären das über 2500 legale Waffen. Wie genau die Waffen in der Binnerheide gelagert wurden, wer darüber Bescheid wusste und wie die Unbekannten den Tresor geknackt haben – darüber machte die Polizei ebenfalls keine Angaben.

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