Einbruchsserie rund um Schwerte: Angeklagter (28) legt Teilgeständnis ab

mlzLandgericht Bochum

Mindestens zweimal soll ein Serieneinbrecher vor drei Jahren auch in abgelegenen Wohnhäusern in Schwerte zugeschlagen haben. Einen Coup gab der 28-jährige Angeklagte am Dienstag zu.

Schwerte

, 23.01.2019, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem Teilgeständnis ist vor dem Bochumer Landgericht der Prozess um eine Einbruchsserie in Schwerte und Umgebung fortgesetzt worden. Verteidiger Thomas Gros gab für das mutmaßliche Mitglied einer professionellen Einbrecherbande eine Erklärung ab. „Fünf von zehn angeklagten Fällen werden von dem Angeklagten eingeräumt“, sagte der Kölner Strafverteidiger. „Die Beute wurde danach in allen Fällen anteilig verteilt.“

Bei zwei der fünf Einbruchs-Coups habe der 28-Jährige die Rolle des Fahrers eingenommen. Bei den restlichen drei Taten sei er als eigentlicher Einbrecher in den jeweiligen Objekten gewesen, erklärte der Verteidiger weiter.

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Tatmotiv war angeblich akute Geldnot

Als Motiv für die Einbrüche verwies Anwalt Gros im Namen des Angeklagten auf akute Geldnot. Der 28-Jährige sei im Jahr 2015 aus Rumänien nach Deutschland eingereist. Um sich und seiner Ehefrau hier eine kostspielige Kinderwunsch-Behandlung ermöglichen zu können, sei es dann zu den Einbruchs-Taten gekommen.

Zu den jetzt zugegebenen Einbrüchen gehört auch einer der zwei angeklagten Schwerter Fälle. Am 8. Oktober 2015 hatten der Angeklagte und seine Komplizen laut Anklage tagsüber erst eine Fensterscheibe zu einem freistehenden Einfamilienhaus in Geisecke eingeschlagen, waren danach eingestiegen und auf Beutezug gegangen.

Die weiteren vom Angeklagten abgenickten Einbrüche waren in Unna, Schermbeck, Ascheberg und Iserlohn passiert.

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Beteiligung an Einbruch im Elsebachtal bleibt unklar

Im Prozess vor der 8. Strafkammer des Bochumer Landgerichts geht es insgesamt um zehn Einbrüche aus dem Jahr 2015. Darunter ist auch noch ein weiterer Einbruch in Schwerte, der sich am 25. September 2015 im südlichen Bereich des Elsebachtals zugetragen hatte. Die Einbrecherbande um den Angeklagten soll von einer Wohnung in Herne aus regelmäßig zu Beutezügen im Ruhrgebiet ausgeschwärmt sein. Als bevorzugte Tatobjekte soll sich die Bande auf freistehende Einfamilienhäuser spezialisiert haben, die aufgrund der dichten Bepflanzung schlecht einsehbar sind. Erbeutet wurden überwiegend Schmuck und Bargeld.

Der 28-Jährige wird durch DNA-Spuren und Telefonüberwachung belastet. Mit einem Urteil am Bochumer Landgericht ist frühestens Mitte Februar zu rechnen.

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