Einbrüche in Schwerte und Umgebung: Drei Jahre Haft für Serieneinbrecher

Landgericht Bochum

Nach einer Serie von Einbrüchen in freistehende Wohnhäuser in Schwerte und Umgebung hat das Bochumer Landgericht am Freitag einen Profi-Einbrecher (28) zu drei Jahren Haft verurteilt.

Bochum/Schwerte

, 15.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einbrüche in Schwerte und Umgebung: Drei Jahre Haft für Serieneinbrecher

Das Urteil wurde am Justizzentrum in Bochum verkündet. © Werner von Braunschweig

Die Masche der mehrköpfigen Einbrecherbande um den Angeklagten war stets gleich gewesen: Nachdem sie sich durch zuvor zerstörte Fenster oder Türen Zutritt zu freistehenden Häusern verschafft hatten, räumten sie anschließend reihenweise groß ab. Die Tatorte lagen unter anderem in Iserlohn, Unna, Bochum und Recklinghausen.

In Schwerte hatten der Angeklagte und seine Komplizen im September und im Oktober 2015 zugeschlagen. Beim ersten Mal im absolut ländlichen Bereich am Rande des Elsebachtals. Beim zweiten Mal in Geisecke.

Auf freistehende Häuser spezialisiert

Der 28-Jährige und seine Komplizen waren im Jahr 2015 regelmäßig von einer Art Einbrecher-Zentralwohnung in Herne zu Beutezügen im gesamten Ruhrgebiet ausgeschwärmt.

Als bevorzugte Tatobjekte hatte sich die Bande auf freistehende Einfamilienhäuser spezialisiert, die aufgrund der dichten Bepflanzung schlecht einsehbar sind.

Die Beute bestand überwiegend aus Bargeld, Schmuck (Perlenketten, Armbänder, Uhren, Fingerringen) und Elektronikgeräten.

Angeklagter war zunächst abgetaucht

Während einige Mitglieder der Bande zwischenzeitlich bereits verurteilt werden konnten, war es dem 28-jährigen Angeklagten gelungen, sich ins Ausland abzusetzen. Wie am Freitag bekannt wurde, war der per internationalen Haftbefehl gesuchte Rumäne am 20. Juni 2018 in Polen festgenommen und anschließend an die deutschen Behörden überstellt worden.

Im Prozess vor der 8. Strafkammer hatte der Angeklagte ein weitreichendes Geständnis abgelegt. Als Motiv für die Einbruchsserie hatte der 28-Jährige auf akute Geldnot verwiesen. Um sich und seiner Frau in Deutschland eine kostspielige Kinderwunsch-Behandlung zu ermöglichen, sei es zu den Taten gekommen.

"Es tut mir leid."

Unmittelbar vor der Urteilsberatung ergiff der Angeklagte am Freitag noch einmal selbst das Wort. „Es tut mir leid“, sagte er. „Das, was ich getan habe, werde ich sicher nie wieder machen.“

Das Urteil lautet auf schweren Bandendiebstahl.

Lesen Sie jetzt