Eine Verleihung mit kritischen Untertönen

Ehrenringe

SCHWERTE Es war eine Feier mit kritischen Untertönen, die da im festlich geschmückten Ratssaal stattfand. Denn die frisch gekürten Ehrenringträger ließen in ihren Dankesworten auch Kritik an der abgelaufenen Ratsperiode durchschimmern.

von Von Heiko Mühlbauer

, 07.10.2009, 21:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Träger des Ehrenrings mit Bürgermeister Heinrich Böckelühr (M.).

Die Träger des Ehrenrings mit Bürgermeister Heinrich Böckelühr (M.).

Dass der scheidende Rat sich nicht alles leicht gemacht habe, machte Bürgermeister Heinrich Böckelühr deutlich: 134 Stunden, mithin vier pro Sitzung, habe man alleine im Rat debattiert. Man sei also bemüht gewesen, so der Bürgermeister, der sich aber auch wünschte, der neue Rat werde ein wenig effektiver tagen, bevor er den scheidenden Politikern die Ratsplakette zum Dank überreichte.

Ansonsten ging es aber hauptsächlich um die vier neuen Träger der höchsten Auszeichnung der Stadt. Sie gesellen sich zu jenen 15 Persönlichkeiten, die bislang den Ehrenring tragen. Und zumindest deren Verdienste sind einstimmig anerkannt. Gewürdigt wurde ihre Arbeit von Weggefährten. So hielt mit Susanne Jacobs-Tschorn eine Volleyballerin die Rede für Dagmar Berg.

Für Rudi Pohl sprach sein Nachfolger beim Stadtsportverband, Hans-Heinrich Lindner, für Karl-Willi Demgen der Hauptgeschäftführer der Handwerkskammer, Klaus Yongden Tillmann und für Kurt Ehrke Superintendent Albert Henz. Und man erfuhr einiges über die Ehrenringträger, das man bislang noch nicht wusste. So durfte Kurt Ehrke in seiner Jugend in der DDR nicht studieren, weil er zur Konfirmation statt zur Jugendweihe gegangen war. Dagmar Berg war lange erfolgreiche Tischtennisspielerin, bevor sie den 1. VC Schwerte mit ihrem Mann gründete. Und errang bei der Tischtennis WM in Peking einen dritten Platz.

Karl-Willi Demgen gewann einst einen hoch dotierten Innovationspreis zusammen mit Hochschulprofessoren für eine Rohr-Trennanlage. Und der sonst in allen Sportarten bewanderte Rudi Pohl verlief sich einst mal beim Ski-Langlauf.

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