Im Triebwagen der Ardeybahn von Dortmund nach Schwerte ereignete sich die eklige Attacke. © Reinhard Schmitz (A)
Hauptbahnhof Dortmund

Ekel-Vorfall im Zug: Mann attackiert drei junge Schwerterinnen

Zwei 14-Jährige und eine 13-Jährige stiegen im Dortmunder Hauptbahnhof in die Regionalbahn nach Schwerte ein. Was sie dann erleben mussten, lässt allein beim Lesen den Ekel aufsteigen.

Eigentlich wollten die drei jungen Schwerterinnen am frühen Sonntagnachmittag (6. Dezember) nur friedlich wieder nach Hause fahren. Im Dortmunder Hauptbahnhof hatten sie sich schon in den roten Triebwagen der Regionalbahn 53 gesetzt, der abfahrbereit am Gleis 3 bereitstand. Doch dann mussten die beiden 14-Jährigen und ihre 13-jährige Freundin etwas mehr als Ekliges erleben, als plötzlich ein Mann durch die Zugtür in ihr Abteil hereinkam. Der Fremde – so berichtet die Bundespolizei – soll die Mädchen angespuckt haben. Der Speichel habe nicht nur mindestens zwei Jacken beschmutzt, sondern sogar in den Haaren einer der beiden 14-Jährigen geklebt.

Der Bettler war bei den Mädchen abgeblitzt

Es war am Nikolaustag gegen 14 Uhr, als der Mann durch den Zug gegangen sei und dort Reisende „um Geld gebeten“ habe. Auch die drei Mädchen seien von ihm in dieser Weise angesprochen worden. Bei ihnen blitzte der Bettler aber ab. Die jungen Schwerterinnen sagten, sie wollten ihm kein Geld geben. Daraufhin – so Bundespolizei-Sprecher Volker Stall weiter – sei der Mann aggressiv geworden und solle die jungen Schwerterinnen angespuckt haben.

Der Zug nach Schwerte stand abfahrbereit am Gleis 3 des Dortmunder Hauptbahnhofs - im Schatten des Dortmund U.
Der Zug nach Schwerte stand abfahrbereit am Gleis 3 des Dortmunder Hauptbahnhofs – im Schatten des Dortmund U. © Reinhard Schmitz (A) © Reinhard Schmitz (A)

Gegenüber den herbeigerufenen Bundespolizisten stritt der Bettler die Spuck-Attacke ab. Bei der Überprüfung seiner Identität spuckte der Mann aber vor den Beamten ebenfalls aus. Die Corona-Maske, die er ansonsten – wie im Bahnhofsbereich vorgeschrieben – trug, habe er in diesem Moment abgenommen.

Der polizeibekannte Mann gehört zur Dortmunder Bahnhofsszene

Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 48-Jährigen Deutschen, der bei einer Obdachlosen-Einrichtung in Dortmund gemeldet ist. Das sei in der Regel aber nur eine Adresse, an die Briefe geleitet werden, weiß der Bundespolizei-Sprecher. Seinen Kollegen ist der Mann bekannt: „Er gehört zur Dortmunder Bahnhofsszene.“ Betteln sei für ihn der Hauptgrund, um zu den Zügen zu kommen. Damit war zumindest für Sonntag aber Schluss. Die Polizisten erteilten dem 48-Jährigen einen Platzverweis für den Dortmunder Hauptbahnhof. Dieser wird laut Volker Stall in der Regel für 24 Stunden ausgesprochen.

Die Beamten der Bundespolizei leiteten gegen den Bettler ein Strafverfahren wegen Beleidigung und Körperverletzung ein. Als solche kann auch das Spucken gewertet werden, wenn sich die Mädchen dermaßen geekelt haben, dass die Spuck-Attacke einer körperlichen Beeinträchtigung gleichkommt. Das müsse aber letztlich von der Justiz festgestellt werden, erklärt Volker Stall. In der heutigen Zeit, wo auch die Angst vor Corona-Viren umgeht, habe so ein Vorfall noch einmal eine ganz andere Bedeutung.

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Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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