Am Ende der großen Pause passierte der schlimme Vorfall. © Manuela Schwerte
Polizei ermittelt

Elfjähriger auf Schultoilette von fünf Tätern krankenhausreif geschlagen

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein Elfjähriger wurde auf der Toilette der Theodor-Fleitmann-Schule schwer verprügelt. Die Täter sind selbst Kinder.

Der Vorfall hätte aus einem schlechten Krimi sein können. Die Täter lauern auf der Jungentoilette und verprügeln ohne Vorwarnung ihr Opfer. Nur, dass es sich bei den Tätern um 14-Jährige handelt und beim Opfer um einen elfjährigen Schüler. Der brutale Vorfall beschäftigt Schule, Bezirksregierung und die Polizei.

Täter lauerten dem Opfer in der Jungentoilette auf

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Redaktion passierte Folgendes: Am Montag (7.12.) in der großen Pause wollten drei Jungen, alle elf Jahre alt, noch schnell auf die Toilette der Theodor-Fleitmann-Schule.

Dort hielten sich offensichtlich fünf Siebtklässler auf. Noch bevor die jüngeren Schüler etwas machen konnten und ohne Vorwarnung oder irgendeinen Streit hätten sie den ersten Jungen aus der Gruppe in den Toilettenraum gezogen. Der zweite konnte sich noch loswinden und entkommen.

Rippenprellung, Hämatome und Kopfverletzung

Auf dem Klo wurde der Elfjährige von den größeren Schülern derart schwer verprügelt, dass er Verletzungen an Kopf und Rippen erlitt. Rippenprellungen, Hämatome und eine Prellung des Kopfes wird der Arzt später diagnostizieren. Dabei sollen die älteren Schüler ihr Opfer nicht nur geschlagen, sondern auch getreten haben. Der Schüler stürzte zudem mit dem Kopf auf ein Waschbecken.

Die Schule benachrichtigte die Eltern. Der Elfjährige wurde von seiner Mutter von der Schule abgeholt und ins Krankenhaus gebracht. Das durfte er zwar nach einer ambulanten Versorgung wieder verlassen. Als es ihm in der Nacht zu Dienstag dann wieder schlechter ging, wurde der Junge dann aber doch stationär zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. Er musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung stationär in der Klinik bleiben.

Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Am Abend hatten die Eltern bei der Polizeiwache in Dortmund-Aplerbeck Anzeige erstattet. Man ermittele wegen gefährlicher Körperverletzung, bestätigte eine Polizeisprecherin aus Dortmund. Wobei die Schwerter Kollegen den Fall übernehmen würden. Die Eltern und das Opfer wohnen in Holzwickede und entschieden sich deshalb für die Polizeiwache in Aplerbeck.

Mutmaßliche Täter vom Unterricht ausgeschlossen

Um eine Stellungnahme gebeten, verwies die Schule an die Bezirksregierung Arnsberg. Dort bestätigte Sprecher Christoph Söbbeler den Vorfall und betonte, dass es richtig und wichtig von den Eltern gewesen sei, die Tat auch bei der Polizei anzuzeigen.

Die fünf tatverdächtigen Schüler seien vorerst vom Unterricht befreit. Eine Teilkonferenz der Schule werde den Vorfall aufarbeiten und über Sanktionen entscheiden. Die können bis zum Schulverweis reichen.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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