Elternsprechtage und Klassenpflegschaftssitzungen finden oft wieder in Präsenz statt. Manchen gefällts – doch die digitale Variante ist besser, findet unsere Autorin. © picture alliance/dpa
Meinung

Elternsprechtage in Präsenz sind einfach nur „old school“

Manche hassen sie, andere lieben sie: An Elternsprechtagen und Klassenpflegschaftssitzungen scheiden sich die Geister. Momentan zählt die Sicherheit. Und für die Zukunft gibt es eine Chance, findet unsere Autorin.

Trotz Corona-Sorgen freuen sich alle, dass gerade wieder Präsenzunterricht möglich ist. Prompt finden auch Klassenpflegschaftssitzungen und Elternsprechtage in Präsenz statt. Schulleitungen und Eltern betonen, wie wichtig ihnen persönliche Gespräche sind. Und so sitzen Mütter und Väter in den Klassenräumen, auf den Stühlen ihrer Kinder. Um mit Eltern oder Lehrkräften zu sprechen.

Auch wenn der Aufschrei groß sein mag: Für mich sind solche Formen des Kontaktes „old school“. Wenn Eltern einer Klasse das persönliche Treffen schätzen, können sie das beim Stammtisch tun, am besten im Freien beim entspannten Grillfest. Ganz ungezwungen, ohne Protokoll. Und freiwillig. Die Klassenleitung darf mit eingeladen werden.

Alle anderen Punkte – Klassenfahrten, Kassenbeiträge, Kurswahl – lassen sich in einer Videokonferenz besprechen. An der dann voraussichtlich mehr berufstätige oder alleinerziehende Eltern teilnehmen, die sonst nicht könnten.

Für Elternsprechtage gilt: Habe ich Lehrerin oder Lehrer einmal persönlich kennengelernt, schätze ich die Rücksprache per Telefon und Mail. Dazu können sich Lehrkräfte feste Zeiten oder einen digitalen Elternsprechtag einrichten. Man kann auch ein gemeinsames Videogespräch mit dem Kind vereinbaren.

Und ganz ehrlich: Wie persönlich kann es denn in einem zehnminütigen Gespräch im Klassenraum werden?

Die weiterführenden Schulen in Schwerte bieten aktuell beide Möglichkeiten an. Sie sollten diese Chance auch zukünftig wahrnehmen. Um die Zeit, die man auf beiden Seiten dadurch spart, sinnvoll zu nutzen.

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Redakteurin
Begegnungen mit interessanten Menschen und ganz nah dran sein an spannenden Geschichten: Das macht für mich Lokaljournalismus aus.
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