Vereinsvorsitzender Thomas Wild ist froh, dass die Saison im Elsebad endlich starten kann. © Susanne Riese
Schwimmbad öffnet

Endlich wieder Schwimmen im Elsebad: So schön war der Auftakt

Auf das Anbaden mussten Besucher des Schwerter Elsebads sechs Wochen länger warten als geplant. Jetzt durfte das beliebte Bürgerbad endlich wieder öffnen. Doch noch ist nicht alles erlaubt.

Als Hannelore Westkämper am Samstagmorgen (29.5.) um 9.30 Uhr ihren Dienst am Elsebad beginnt, stehen die ersten Schwimmerinnen und Schwimmer bereits vor dem Tor. Ehrenamtlich kontrolliert Hannelore Westkämper den Drei-G-Nachweis der Besucher: Nur Getestete, Geimpfte und Genesene haben Zutritt.

Die meisten Schwimmer haben Handy oder Ausdruck mit dem Nachweis schon in der Hand, um möglichst schnell ins lang vermisste Freibad zu kommen. Normalerweise wäre das Wasser bereits vor rund sechs Wochen freigegeben worden. Doch der Corona-Lockdown hat die Winterpause bis zu diesem Wochenende verlängert.

Hannelore Westkämper kontrolliert am Eingang die drei G's: Nur Getestete, Geimpfte und Genesene haben Zutritt zum Bad.
Hannelore Westkämper kontrolliert am Eingang die drei G’s: Nur Getestete, Geimpfte und Genesene haben Zutritt zum Bad. © Susanne Riese © Susanne Riese

Die Sportler lassen sich nicht lange bitten. Gegen 11.30 Uhr kann die Kasse bereits mehr als 90 Gäste verzeichnen. Nur die großen Liegewiesen sind noch abgesperrt. Aber für ein Sonnenbad ist es an diesem Samstag mit 17 Grad ohnehin noch etwas zu frisch und wolkenreich. Das Wasser aber ist auf wohlige 23 Grad vorgewärmt.

Die weitläufigen Liegewiesen müssen vorerst noch abgesperrt bleiben.
Die weitläufigen Liegewiesen müssen vorerst noch abgesperrt bleiben. © Susanne Riese © Susanne Riese

Alle Bahnen sind gut belegt – mit Freizeitschwimmern, aber auch ambitionierten Sportlern in Neopren-Shortys. Thomas Wild tut es leid, dass noch kein Angebot für Kinder möglich ist. „Das vermissen wir schmerzlich, denn sie brauchen das am allermeisten“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins.

„Wir hoffen darauf, dass die 50er-Grenze bald stabil unterschritten wird. Dann dürfen wir auch die Wiesen wieder öffnen.“ Denn viele Gäste kämen nicht allein zum Schwimmen, sondern auch aus Geselligkeit und um mit anderen zu quatschen.

Monika Kurtz-Rehm schwimmt alle zwei Tage im Elsebad.
Monika Kurtz-Rehm schwimmt alle zwei Tage im Elsebad. Lange musste sie darauf verzichten. © Susanne Riese © Susanne Riese

Monika Kurtz-Rehm (65) gehört zu den sportlich Motivierten. Sie hat sich extra am Vorabend testen lassen, um nach der langen Pause endlich wieder schwimmen zu können. „Ich bin heilfroh, dass es wieder losgeht“, sagt sie.

Mindestens jeden zweiten Tag zieht die 65-Jährige ihre Bahnen im Elsebad. Im Winter weicht sie normalerweise ins Stadtbad aus, aber auch das war ja zuletzt geschlossen. Das war hart für die leidenschaftliche Schwimmerin, die bereits nach Teichen und Seen in der Umgebung Ausschau gehalten hat.

„Ich hatte auch die Befürchtung, dass es das Elsebad nicht schafft und irgendwann aufgeben muss.“ Nun ist Monika Kurtz-Rehm froh, ihr Training wieder aufnehmen zu können. Sie ist nicht die einzige, wie sie feststellt: „Auf jeden Fall sehe ich hier viele bekannte Gesichter.“

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
Zur Autorenseite
Susanne Riese

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.