Erbschaft bringt neuen Schwung für Chorprojekte in Schwerte

mlzStiftung zur Förderung der Chormusik

Die Stiftung zur Förderung der Chormusik in Schwerte hat Grund zur Freude. Sie hat eine neue Geldquelle. Davon könnten viele Projekte in Schwerte profitieren.

Schwerte

, 08.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stiftungen haben es schwer in dieser Zeit. Sie fördern ihre Projekte durch die Zinsen, die das Stiftungsvermögen einbringt. Doch die aktuelle Wirtschaftslage bringt keine Zinsen ein.

Diesen Zuständen sieht sich auch die Stiftung zur Förderung der Chormusik in Schwerte ausgesetzt. Seit der Gründung im Jahr 2006 konnte die Stiftung 50.000 Euro an Chor-Projekte spenden.

Die nur wenig bekannte Stiftung bewegt viel in Schwerte. „Das jährliche große Herbstkonzert der Konzertgesellschaft im Freischütz wäre gar nicht durchführbar ohne die regelmäßige erhebliche Finanzspritze der Stiftung“, berichtet Willi Tebroke, der Stiftungsvorsitzende.

Nicht in Vergessenheit geraten

Die bisher letzte Förderung galt dem Workshop, den die korsische Gesangsgruppe ,,Tempus fugit“ für interessierte Schwerter Sänger im Oktober durchgeführt hat.

Das ist lange her – eine Gefahr für die Stiftung. Wenn sie keine Einnahmen hat, kann sie nichts fördern. Dann wird sie nicht wahrgenommen und bekommt weniger Spenden.

Doch diesem Schicksal ist die Stiftung zur Förderung der Chormusik in Schwerte entgangen. Dank einer testamentlichen Verfügung von Mäzen Karl-Günther Röhrscheidt erhält die Stiftung nun die Hälfte der Mieteinnahmen aus einem Schwerter Wohnhaus. Die andere Hälfte geht an das Clara-Röhrscheidt-Haus. Damit gibt es wieder Geld, um Chor-Projekte zu ermöglichen.

Viele Projekte gefördert

Karl-Günther Röhrscheidt gründete die Stiftung 2005 mit einem Teil seines Privatvermögens. Bis zu seinem Tod 2013 war er auch Vorsitzender seiner Stiftung.

Es ging Karl-Günther Röhrscheidt zunächst um eine finanzielle Absicherung und Unterstützung des Chores der Konzertgesellschaft, die sein Vater gegründet hatte, und darüber hinaus um eine Förderung der Zusammenarbeit von Schwerter Gruppen, die sich der Vokalmusik verbunden fühlen.

Die Stiftung unterstützt ebenfalls Kinder und Jugendliche durch finanzielle Hilfe bei musikpädagogischen und musiktherapeutischen Projekten. Die jährliche kindgerechte Aufführung des Bach’schen Weihnachtsoratoriums in der

St. Viktor-Kirche wurde ebenso unterstützt wie die Erarbeitung von Schulmusicals des Ruhrtalgymnasiums sowie das Schulchorfestival der Schwerter Schulen, die kindermusikalische Arbeit in ausgewählten Kitas und die finanzielle Hilfe bei Chorprojekten der hiesigen Musikschule oder der Stadtkantorei in St. Viktor.

Anträge werden entgegen genommen

Auch die beliebten Altenheimkonzerte im Klara-Röhrscheidt-Haus und im Johannes-Mergenthaler-Haus sind nur möglich durch die finanzielle

Unterstützung der Stiftung.

Die Stiftung nimmt Anträge für förderungswürdige Projekte und Veranstaltungen entgegen, über die das Kuratorium dann entscheidet. „Ziel ist es, die musikalisch-kulturelle Vielfalt in Schwerte zu ermöglichen“, fasst es Willi Tebroke zusammen.

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