Erfahrene Hausfrau weiß, wie der Frühjahrsputz zum Erfolgserlebnis wird

mlzTipps von Ursula Ackermann

Glaubt man Umfragen und Studien, wird er in jedem zweiten deutschen Haushalt gemacht: der Frühjahrsputz. Ursula Ackermann (79) weiß, wie man ihn ohne Stress erledigen kann.

Ergste

, 09.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die ehemalige Vorsitzende des Netzwerks Haushalt im Deutschen Hausfrauenbund ist es ein befriedigendes Gefühl, einmal alles sauber zu haben. Deshalb, so glaubt sie, machen so viele Menschen immer noch den klassischen Frühjahrsputz. Ihr wichtigster Tipp zuerst: „Niemand sollte sich unter Druck setzen. Den Frühjahrsputz gibt es nicht an einem Tag.“

Los geht es in der Küche: „Einmal im Jahr sollten alle Schränke ausgeräumt und ausgewaschen werden. Es ist immer wieder eine Überraschung, wie viele alte Lebensmittel wie Nudeln, Haferflocken oder Mehl sich im Schrank wiederfinden. Und irgendwie findet auch manche Motte den Weg in jeden Schrank“, sagt Ursula Ackermann.

Fett im Filter der Dunestabzughaube

Dann die Abzugshaube. Sie absorbiert nicht nur Gerüche, sondern wirkt auch wie ein Magnet für Fett. Entfernt man dieses nicht rechtzeitig, steigt der Reinigungsaufwand unglaublich an. Die oder der Filter kommen in das Spülbecken mit etwas Spülmittel. Einweichen lassen und sauber schrubben.

In der Gefriertruhe halten sich Lebensmittel, weil Keime und Bakterien inaktiv sind. Keimfrei sind die Geräte nicht. Deshalb sollten auch Gefriertruhen Teil des Frühjahrsputzes sein. „Die Gefriertruhe sollte mindestens einmal im Jahr abgetaut werden, das hilft beim Energiesparen“, sagt Ursula Ackermann. Außerdem holt man die alten Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe und macht ein leckeres Essen.

Spuren in der Spülmaschine mit Essigreiniger beseitigen

Auch die Spülmaschine ist dank der Lebensmittelreste und der Wärme ein wohliger Ort für Keime. Auch da ist es sinnvoll, einmal im Jahr die Spülmaschine völlig zu entleeren, mit einem Essigreiniger auszuwaschen und danach einmal einen Spülgang (leer) auf höchster Temperatur zu laufen zu lassen.

Im Wohnzimmer: Das Fensterputzen gehört für Ursula Ackermann zu den motivierendsten Erlebnissen, wenn die tief stehende Frühlingssonne durch die frisch geputzten Fenster scheint. „Da sollte man aber nicht mit der chemischen Keule rangehen. Ein Eimer Wasser mit einem Spritzer Spülmittel, kombiniert entweder mit Zitronensäure oder Spiritus, ist völlig ausreichend. Zum Abledern sollte man wirklich auf ein echtes Leder zurückgreifen, das bekommt man beim Autozubehör.“

Graue Gardinen werden in der Waschmaschine weiß

Auch eine Couch wird mit der Zeit muffig. „Die Couch wird zunächst abgesaugt, dann sind die Krümel schon mal weg“, sagt Ursula Ackermann. „Dann macht man sich eine Lauge mit Feinwaschmittel, weicht das Leder ein, wringt es gut aus und reibt die Couch einmal gut ab“.

„Bei Gardinen haben sich die Zeiten geändert“, sagt Ursula Ackermann. Die klassischen großen Vollgardinen gebe es kaum noch. In den meisten Wohnungen gibt es kleinere Vorhänge oder Teilgardinen. „Die kann man direkt aus der Waschmaschine nehmen und wieder aufhängen“, so der Tipp der Fachfrau. Und: In Raucherhaushalten sollte die Gardine mindestens viermal im Jahr gewaschen werden.

Stabile Stehleiter beugt Haushalts-Unfällen vor

Beim Gardinen-Abnehmen und Fensterputzen steht man in der Regel auf der Leiter. Und weil die meisten Unfälle im Haushalt passieren, rät Ursula Ackermann, auf den Kauf einer stabilen Stehleiter zu achten: „Wichtig ist ein ordentlicher Bügel, an dem man zum Beispiel den Putzeimer befestigen kann, damit man nicht dauernd rauf und runter klettern muss. Außerdem sollte man mit festem Schuhwerk auf die Leiter klettern, nicht mit Schlappen.“

Auch im Kleiderschrank kann man Frühjahrsputz machen. „Alle Klamotten, die man mindestens zwei Jahre nicht getragen hat, kommen in einen Sack und dann zur Kleiderspende“, so die 79-Jährige.

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