Experten machen Verbesserungsvorschlag für die Kreuzung vor dem Bahnhof

mlzGutachten Bahnhofstraße

Zur Rush-Hour geht an der Bahnhofskreuzung nicht viel. Die Stadt gab ein Gutachten in Auftrag, um die Ampelschaltung zu ändern. Das Ergebnis: Die Schaltung ist gut, aber die Kreuzung nicht.

Schwerte

, 08.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor allem morgens zu Arbeitsbeginn und am Feierabend ist die Kreuzung am Bahnhof eine Geduldsprobe für viele Autofahrer. Lange Rückstaus vor allem auf der Karl-Gerhart-Straße gibt es vor der Ampel. Im Verdacht hatten die Verkehrsplaner die Ampelschaltung.

Die ist durch den Ausbau der Bahnhofstraße, den neuen Busbahnhof und die zusätzliche Ampel am Eingang zum Einkaufszentrum mit Rewe und Aldi immer aufwendiger geworden. Busse erhalten Vorrang, der Verkehr aus Richtung B 236 soll gut abfließen, die Autofahrer in Richtung Innenstadt sollen möglichst bereits an der Hastingsallee abbiegen, denn der Weg in die Bahnhofstraße ist ihnen verwehrt.

Bei der Ampelschaltung ist alles ausgereizt

Bereits Anfang des Jahres habe Bürgermeister Dimitrios Axourgos eine Verkehrszählung in Auftrag gegeben, erklärte Stadtsprecher Ingo Rous am Donnerstag auf Anfrage. Die Ergebnisse liegen jetzt vor und sind überraschend.

„Bei der Ampelschaltung ist alles ausgereizt“, so Rous. Denn angesichts der zahlreichen Anforderungen arbeite die Schaltung nach Ansicht der Experten schon optimal. Allerdings fanden sie eine relativ einfache Lösung, um den Dauerstau zu beheben.

Zusätzliche Spur für Rechtsabbieger

Auf der Karl-Gerharts-Straße soll eine zusätzliche Spur für Rechtsabbieger eingerichtet werden. Denn aktuell fließt der Verkehr einspurig entweder in geradeaus in Richtung Beckestraße oder nach rechts in Richtung Holzen. Vor allem die Rechtsabbieger, die auch auf die Fußgängerampel Rücksicht nehmen müssen, behindern der Verkehr.

Platz für eine zweite Spur

„Platz für eine zweite Spur sei jedenfalls vorhanden“, so Rous. Allerdings kann die Stadt so eine Entscheidung nicht alleine treffen, da die Straße als Landesstraße vom Landesbetrieb Straßen.NRW betreut wird. Auf jeden Fall werde man aber diese Lösung nun prüfen, so Rous.

Die Kreuzung am Bahnhof ist zum einen eine der am meisten befahrenen Strecken in Schwerte. Darüber hinaus birgt sie für Verkehrsexperten viele Herausforderungen. So können Busfahrer, die am Bahnhof losfahren, manuell eine Vorrangschaltung auslösen, wenn sie in Richtung Bahnhof unterwegs sind. Und auch die Ampelphasen am Eingang zum Einkaufszentrum beeinflussen die Ampelschaltung, damit es keinen Rückstau auf die Kreuzung gibt.

Lange Rotphase für Bahnhofstraße

Leidtragende des Systems sind die Autofahrer, die aus Richtung Innenstadt über die Bahnhofstraße die Kreuzung passieren wollen und relativ lange Wartezeiten haben. Auch von Fußgängern gab es in jüngerer Vergangenheit in den sozialen Netzwerken Beschwerden über zu lange Rotphasen.

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