Festgeklemmt: Hirsch räumte 70 Meter Zaun ab

Ungewöhnlicher Einsatz in Iserlohn

Ein Hirsch verfängt sich mit Geweih und Hals in einem Zaun, will sich panisch befreien und zerlegt den Zaun auf einer Länge von 70 Metern. Zu diesem ungewöhnlichen Einsatz hat die Feuerwehr aus Iserlohn am frühen Montagmorgen ausrücken müssen. Die Retter kamen ganz schön ins Schwitzen.

ISERLOHN

, 12.12.2016, 11:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach dem Vorfall berappelte sich der Hirsch schnell.

Nach dem Vorfall berappelte sich der Hirsch schnell.

"Tier in Notlage" - diese Meldung ging am Montag um 4.37 Uhr bei der Feuerwehr Iserlohn ein. Ein Anwohner aus dem Ortsteil Grürmannsheide hatte gemeldet, dass sich ein Tier in einem Weidezaun verfangen habe.

"Dass wir Schafe oder streunende Hunde retten müssen - das passiert schon hin und wieder", erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Einen solchen Fall wie am Montagmorgen aber hätten die Kollegen wohl noch nicht erlebt.

Weidezaun "inklusive der Holzpfosten abgeräumt"

Als die an der Koppel an der Rotehausstraße - etwa 500 Meter von der Ortsgrenze zu Schwerte - angekommen waren, sahen sie, wer dieses "Tier in Notlage" war und was es angerichtet hatte:

Die Feuerwehrleute stießen auf einen Hirsch, der offenbar mit Geweih und Hals in den Weidezaun geraten war - und der den dann "auf etwa 70 Meter abgeräumt hatte, inklusive der Holzpfähle".

Glück für die Einsatzkräfte: Der Hirsch war schon müde. Dennoch hätten drei der fünf Feuerwehrleute, die vor Ort waren, das Tier "mit vereinten Kräften" festhalten müssen - körperlich, aber auch mit Hilfe von Seilen.

Dann kam der Bolzenschneider zum Einsatz. Die Feuerwehrleute schnitten Bänder und Drähte des Weidezauns durch, sodass der Hirsch wieder frei war.

Hirsch verschwand - "ohne dass wir die Personalien aufnehmen konnten"

Blieb die Frage: Ist das Tier verletzt? Denn in solchen Fällen kontaktiert die Feuerwehr einen Tierarzt oder den Pächter des jeweiligen Jagdgebietes. "In diesem Fall konnten wir aber sehen: Es gab äußerlich keine Verletzungen", so der Iserlohner Feuerwehr-Sprecher. 

Der Hirsch berappelte sich schnell und verschwand gegen 5.15 Uhr wieder im Wald - "ohne dass wir noch die Personalien aufnehmen konnten", wie der Feuerwehr-Sprecher lachend hinzufügt.

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