Drei Männer haben am Mittwochnachmittag in Alstätte und Vreden Passanten teilweise aggressiv um Spenden angebettelt. © picture alliance/dpa
Polizei in Schwerte

Fiese Masche: Betrüger drückt auf die Tränendrüse und entkommt mit Schmuck

Mit einem fiesen Trick nutzte ein Unbekannter die Hilfsbereitschaft einer Schwerterin aus. Die Polizei sucht nun Zeugen – und gibt Tipps, wie sich alle vor Haustürbetrug schützen können.

Die Hilfsbereitschaft einer 79-jährigen Schwerterin wurde am Freitag (8. Januar) ausgenutzt. Ein bislang unbekannter Täter brachte sie um ihr Schmuckkästchen. Das berichtete jetzt die Polizei.

Der Täter habe am Freitag gegen 11.15 Uhr bei einer Seniorin an der Wittekindstraße geklingelt. Mit einem Zettel habe er um Spenden für eine Herz-OP seiner schwerkranken Tochter gebeten. Als die Seniorin Geld aus der Küche holen wollte, sei der Mann ins Schlafzimmer eingedrungen und habe dort ein Schmuckkästchen entwendet.

Täter entkommt zu Fuß

Anschließend sei der Täter zu Fuß über die Karl-Gerharts-Straße in Richtung Innenstadt geflohen, so die Polizei. Die Polizei leitete sofort eine Nahbereichsfahndung ein. „Das ist das übliche Prozedere”, erklärt Polizei-Pressesprecher Christian Stein. „Wenn die Person zu Fuß unterwegs ist, besteht eigentlich eine ganz gute Chance, sie noch anzutreffen.”

Doch dieses Mal blieb die Fahndung ohne Ergebnis. Die geschädigte Seniorin beschrieb den Täter laut Polizei wie folgt:

  • Mann „mittleren” Alters
  • 160 cm groß
  • mit einem rundlichen Gesicht
  • dickliche Figur
  • er trug eine blaue Jacke
  • und eine Jeans

Wer hat etwas gesehen? Die Polizei bittet Zeugen, die den Mann beobachtet haben, sich unter der Rufnummer (02304) 921 33 20 bei der Polizei in Schwerte zu melden.

Wie man sich gegen solche Betrüger wappnen kann

Damit es gar nicht erst zu einem solchen Betrug kommen kann, gibt die Polizei einige Tipps, wie man sich dagegen wappnen kann. Dazu gehört unter anderem eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit.

„Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten”, rät die Polizei auf der Seite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Zudem solle man sich die Besucher vor dem öffnen der Tür durch den Türspion oder das Fenster genau ansehen. „Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.”

Das sind weitere Tipps der Polizei

Fremde sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Unbekannte können zu einem späteren Zeitpunkt wieder bestellt werden, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

„Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.” Weitere Tipps der Polizei:

  • von Amtspersonen immer den Dienstausweis verlangen und auf Druck, Foto und Stempel prüfen. Im Zweifel die entsprechende Behörde anrufen.
  • Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie „Geldwechsler“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus.
  • niemals Geld an der Haustür wechseln
  • nur Handwerker in die Wohnung lassen, die selbst bestellt oder von der Hausverwaltung angekündigt wurden
  • keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen
  • niemals etwas an der Haustür kaufen oder unterschreiben.
  • unaufgefordert kommende „Vertreter“ oder „Verkäufer“ nicht in die Wohnung lassen
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