Firma Boecker trotzt der Wirtschaftskrise

Millionen-Investition

WESTHOFEN Mitten in der Wirtschaftskrise hat die Firma Boecker Stahlcservice die größte Investition der Firmengeschichte getätigt und eine neue Längsteilanlage für Feinstahlbleche angeschafft.

von Von Reinhard Schmitz

, 20.10.2009, 17:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Metern pro Minute laufen die Stahlcoils durch das Messer der Längsteilanlage.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Metern pro Minute laufen die Stahlcoils durch das Messer der Längsteilanlage.

 Als schmale Streifen von 25 bis 1600 mm wird das Material am anderen Ende wieder aufgerollt. Sicherheit ist ganz groß geschrieben: Lichtschranken stoppen die Straße sofort, falls ein Mitarbeiter sich in gefährliche Zonen bewegt. Bis zu 300 Meter pro Stahlband pro Minute kann die Anlage verarbeiten. „Zeit ist Geld“, weiß Geschäftsführer Jürgen Reinken. Automatisch bewegt sich das fertige Produkt zur Versandabteilung, wo es von einem mächtigen Magnetgreifer abfuhrgerecht auf Paletten gehievt wird.

 Ganz flexibel in „mundgerechten“ Portionen, wie es die europaweiten Abnehmer in der Auto- und Kabelindustrie oder auf dem Bau an Boecker schätzen. Die breit gefächerte Kundschaft quer durch die Branchen ist ein weiteres Erfolgsrezept, um die Krisenzeiten zu meistern. Fast verdoppelt hat sich die Mitarbeiterzahl, seit das Unternehmen vor drei Jahren von Hohenlimburg zur Eickhoffstraße umzog.

„Mit zwölf sind wir hergekommen, jetzt sind wir über 20“, verdeutlicht Siegfried Boecker den stetigen Wachstumspfad: „Trotz der Krise haben wir uns weiterentwickelt.“ Für weitere Schritte ist auf dem 11 500 qm großen Betriebsgrundstück noch Platz. Und mit Siegfried Boecker jun. als Gesellschafter steht auch schon die nächste Generation auf der Kommandobrücke des 1983 gegründeten Betriebs. Der Stahl – so heißt es – bildet seit Generationen das Band, das die Familie verbindet.

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