Flüchtlingsdrama: SPD fordert Stadt Schwerte auf geflüchtete Kinder aufzunehmen

mlzGeflüchtete

Das Flüchtlingsdrama an der griechischen Grenze verschärft sich. Die Schwerter SPD fordert die Stadt auf geflüchtete Kinder aufzunehmen. Die CDU will im Vorfeld einige Fragen geklärt wissen.

Schwerte

, 14.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Flüchtlingsdrama an der türkisch-griechischen Grenze verschärft sich zunehmend. Menschen versuchen die griechische Grenze zu überwinden und werden mit Gummigeschossen und Tränengas beschossen. Zwei Menschen sind bereits gestorben.

Die Spannungen zwischen der Türkei und der EU nehmen derweil zu. Die Krise hat nun auch Einzug in die Schwerter Politik erhalten.

Schwerter SPD kritisiert Erdogan scharf

Die SPD bezog in einer Pressemitteilung Stellung zur aktuellen Situation in Griechenland. „Wir sind jetzt zu Solidarität mit den Flüchtlingen und Griechenland gefordert.“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schwerter SPD.

Sie bewerten die derzeitige Situation an der griechischen Grenze als „zutiefst erschreckend und eine Herausforderung, die sich nur in Solidarität und Mitmenschlichkeit lösen lässt.“ Zudem wird der türkische Ministerpräsident Erdogan scharf kritisiert. Er nutze die Geflüchteten, um die Europäische Union zu erpressen.

Jetzt lesen

SPD fordert Stadt auf Geflüchtete aufzunehmen

Die SPD erinnert in ihrer Pressemitteilung daran, dass die Stadt vor zwei Jahren dem Bündnis „Sicherer Hafen“ beigetreten ist - ein kommunales Bündnis, dass sich für die Aufnahme von aus Seenot geretteter Menschen einsetzt.

Die Schwerter SPD fordere daher die Stadt dazu auf, klar zu sagen, dass unbegleitete Kinder und Jugendliche aus den Flüchtlingslagern auf den Ägäis-Inseln in Schwerte aufgenommen werden könnten.

„Wir wollen nicht zusehen, wie Kinder sterben.“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Hilfe für die betroffenen Menschen sei als humanitäre Pflicht anzusehen.

CDU-Fraktion erkundigt sich nach Möglichkeiten der Stadt

Auch die CDU-Fraktion der Stadt Schwerte richtete in Bezug auf die humanitäre Ausnahmesituation eine Anfrage an Bürgermeister Dimitrios Axourgos. Falls es zu einer Verteilung von unter 14-jährigen Geflüchteten kommt, wolle die Fraktion im Vorfeld einige Fragen fachlich geklärt wissen.

Vor einer möglichen Entscheidung solle zunächst sachlich geklärt werden, ob eine Aufnahme der elternlosen Geflüchteten seitens der Stadt Schwerte vernünftig möglich sei.

Die CDU wolle im Vorfeld wissen, welche Rahmenbedingungen die Stadt den möglicherweise traumatisierten Kindern und Jugendlichen geben kann. Ob die Kinder einen Anspruch auf Nachzug ihrer Eltern haben und welche Auswirkungen das für Schwerte haben könnte.

Eine Antwort der Stadt Schwerte auf die Fragenkatalog der CDU-Fraktion ist bisher noch nicht veröffentlicht.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt